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Landing Page Optimierung – 10 Tipps wie Sie Besucher zu Kunden machen

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Bildquelle: Pixabay

Sie erzielen keine Conversions auf Ihrer Webseite, obwohl der Traffic stimmt? Ein Grund dafür, dass viele Seitenbesucher nicht die gewünschte Aktion durchführen, könnte Ihre Landing Page sein.

Auch im Online Marketing führen viele Wege nach Rom, im Sinne eine bestimmte Handlung des Besuchers zu erzielen. Auch wenn oft etwas randständig behandelt, gibt es nur wenige Instrumente, die für die Optimierung der Conversion-Rate von größerer Bedeutung sind, als die Landing Page, da die Startseite eines Internetauftritts als Ziel für ein spezielles Werbemittel nicht immer geeignet ist.

Nicht selten ist in diesem Zusammenhang zu beobachten, dass Seiteninhaber Potential ungenutzt lassen, da einem Großteil die Wichtigkeit dieses Instruments nicht klar ist. Bereits durch kleine Handgriffe ist es möglich, die Conversion-Rate spürbar zu verbessern. Daher ist der erste Schritt zur erfolgreichen Landing Page, zu erkennen, dass es einer solchen Seite bedarf.

Dieser Blogbeitrag soll Ihnen helfen, die Notwendigkeit einer angepassten Landing Page zu erkennen und Ihnen nützliche Tipps zur Optimierung Ihrer Seite geben.

Landing Page – Was ist das?

Sie haben es schon unzählige Male gehört, können aber immer noch nicht genau sagen, was eigentlich eine Landing Page ist? So geht es vielen. Grundlegende Begriffe aus dem Bereich des Online Marketings wie Social Media oder dergleichen gehören für die meisten Werbetreibenden mittlerweile zum gängigen Vokabular. Sobald es jedoch in die Tiefe geht und zu spezifischen Fragen kommt, gibt es häufiger Nachholbedarf.

Eine dieser Lücken ist die Landing Page, die als Begriff zum Teil sehr inflationär und dadurch auch falsch genutzt wird. Daher eine kurze Erläuterung, was überhaupt die grundlegende Aufgabe einer solchen Seite ist.

Prinzipiell lässt sich die Landing Page als speziell eingerichtete Webseite beschreiben, auf der die Besucher via Klick auf ein Werbemittel oder einen Eintrag in einer Suchmaschine „landen“.

Die Landing Page sollte sowohl auf den Werbeträger als auch auf die relevante Zielgruppe optimiert sein. Das heißt, eine unmissverständliche Darstellung des jeweiligen Angebots mit einer klar definierten Handlungsaufforderung – den sogenannten „Call to Action“. Dieser kann verschiedene Formen annehmen, wie den Besuch einer weiterführenden Seite, das Ausfüllen eines Antragsformulars, ein Anruf oder der Kauf eines Produkts. Führt der Besucher das jeweilig gewünschte Ziel, das durch die Landing Page erreicht werden soll, aus, wird dies als Conversion bezeichnet.

Wie kann ich denn meine Landing Page optimieren?

 „Wie kann ich denn meine Landing Page optimieren?“ fragen Sie sich jetzt wohl – zurecht.

Auch wenn ich Ihnen gerne ein Generalrezept mit Step-by-Step-Anleitung für DIE Landing Page präsentieren würde, muss ich vorwegnehmen, dass dieses leider nicht existiert. Allerdings gibt es einige grundlegende Dinge, die Sie beim Erstellen oder Optimieren in Ihre Überlegungen mit einbeziehen sollten. Eine Landing Page setzt sich prinzipiell aus verschiedenen Elementen zusammen, die erst durch durchdachtes koordinieren und aufeinander abstimmen ihr Wirken erzielen.

Um Ihnen behilflich zu sein, haben wir für Sie 10 nützliche Tipps und Insights zum Aufbau, Inhalt und der werbetextlichen Ausgestaltung der Landing Page vorbereitet.

  1. Desire

Geben Sie dem Besucher das, was er will, denn er hat eine klare Vorstellung von dem, was er nach dem Klick erwartet. Wenn in einer Anzeige ein bestimmtes Produkt beworben wird, möchte der Nutzer nicht auf eine übergeordnete Content-Seite weitergeleitet werden. Nutzen Sie dafür auch gern „sprechende URLs“, die den Wortlaut Ihres Angebots integrieren. Hierdurch können Sie sehr gut zur Aktion animieren.

  1. Wichtigste Message ganz oben

Auch wenn dieser Ratschlag ziemlich trivial klingt, hat er durchaus einen großen Wert. Wie wir es im SEA-Bereich aus der Google-Ergebnisseite kennen, beachten Nutzer vorrangig die ersten Ergebnisse. Gleiches gilt für die Landing Page, dessen sichtbarer Bereich die meiste Aufmerksamkeit bekommt. Alle Informationen, die erst durch ein Scrollen sichtbar werden, werden ziemlich sicher ignoriert, weshalb Sie das, was gesagt werden muss, so platzieren sollten, dass es jeder sieht.

  1. Heroshot (Foto oder Video)

Das beworbene Produkt oder Angebot sollte mit einem aussagekräftigen sowie überzeugenden Bild oder Video unterstützt werden. Diese Bilder und Videos werden häufig als „Heroshot“ bezeichnet. Dieser „Held“ kann unterschiedliche Formen annehmen, so können sowohl Menschen zum Eyecatcher werden, als auch Produkte oder Landschaften. Bei der Darstellung von Personen ist es ratsam, dass diese die Zielgruppe bzw. die Vorstellung der Zielgruppe repräsentieren, damit der Nutzer sich mit den „Helden“ identifizieren kann. Der Heroshot soll Bedürfnisse wecken und dadurch zur Handlung bewegen. Demzufolge ist das AIDA-Prinzip zu beachten: Attention – Interest – Desire – Action. Seien Sie unbedingt kreativ und erzeugen Sie Aufmerksamkeit. Zu beachten ist hierbei natürlich, dass die Bildsprache eindeutig und professionell sein sollte, da es sich sonst auch nachteilig auswirken könnte.

  1. Call to Action

Für ausnahmslos jede Landing Page gilt, dass Nutzer zielführend eine gewünschte Aktion durchführen, wie das Ausfüllen eines Formulars, den Kauf eines Produkts etc. Um den Nutzer zu dieser Handlung zu bewegen, ist es sinnvoll, ihn noch einmal direkt anzusprechen, um ihm wiederholt einen Impuls zu geben. Kurze und prägnante Aussagen bzw. Aufforderungen („Mehr erfahren“/„Jetzt bestellen“) bieten sich hier besonders an. Trotzdem sollte darauf geachtet werden, dass der potentielle Kunde sich nicht bevormundet fühlt, sondern auf subtile Art und Weise geleitet wird.

Allerdings ist nicht nur der Wortlaut entscheidend, sondern auch die Platzierung des CTA-Buttons. Als am besten geeignet haben sich hierbei der Anfang oder das Ende einer Werbebotschaft herausgestellt, wobei darauf zu achten ist, dass der CTA nicht in der Werbebotschaft untergeht, sondern prominent bleibt.

  1. Vertrauensbildung

Da Nutzer generell ein sehr misstrauisches Publikum sind, können Vertrauenselemente von entscheidender Bedeutung sein, wenn es um die Ausführung einer gewünschten Handlung geht. Denn: Je höher das Vertrauen eines Besuchers auf Ihrer Seite ist, desto höher ist auch die Wahrscheinlichkeit, ihn zur Aktion zu bewegen. Das beste und wohl auch bekannteste Beispiel vertrauenssteigernder Elemente sind Gütesiegel, die gut sichtbar platziert werden sollten. Weiterhin können Referenzen und Kundenkommentare ein vertrauensbildendes Instrument sein. Allerdings sollte dabei im Auge behalten werden, dass diese glaubwürdig dargestellt sind.

  1. Kurze Ladezeiten

Zeit ist Geld – Ihr Geld. Da davon auszugehen ist, dass ein Großteil der Onlinenutzer eher ungeduldig ist, als gern abwartet, sollte zwingend darauf geachtet werden, dass die Ladeseiten Ihrer Landing Page so kurz wie möglich sind. Sollte sich eine Seite nicht binnen von wenigen Sekunden vollständig aufgebaut haben, wird der vermeintliche Besucher schnell wieder abspringen und ein anderes Angebot suchen.

  1. Klarheit

Versuchen Sie für einen Augenblick den Blickwinkel des Besuchers einzunehmen: Ist es möglich, folgende Fragen auf einen Blick zu beantworten?

  • Finde ich alles?
  • Bin ich überzeugt?
  • Wo muss ich klicken?
  • Was genau muss ich tun?

Innerhalb von Sekunden bildet sich der Seitenbesucher eine erste und oft entscheidende Meinung. Da wir nur begrenzt in der Lage sind, Informationen aufzunehmen, sollte auch eine vermeintliche Reizüberflutung vermieden werden. In einem dichten Wettbewerbsumfeld ist es mittlerweile gängige Praxis, mehrere Angebote anzuschauen und entsprechende Vergleiche zu ziehen. Findet der Besucher also nicht sofort, wonach gesucht wurde, verlässt er oder sie die Seite sehr schnell wieder.

  1. Kurze Wege

Einfach soll es sein und schnell muss es gehen. Bedenken Sie beim Kaufprozess oder der Kontaktaufnahme unbedingt, dass der User sparsam mit seinen Daten umgeht und auch gern einen geringen Zeitaufwand hat. Verwenden Sie also nach Möglichkeit so wenig Formularfelder wie möglich und erfragen nur die wichtigsten Informationen. Je länger ein Besucher Zeit aufbringen muss, um die gewünschte Handlung durchzuführen, desto stärker wächst die Gefahr, dass er den Vorgang abbricht.

  1. Werbetext

Auch der vermeintlich einfache Werbetext kann einige Stolperfallen enthalten. Beim Anzeigetext versuchen wir stets die Informationen passgenau zu gestalten, Aufmerksamkeit zu erregen, um zum Klick zu bewegen. Dieser Maßstab sollte auch für die Landing Page gelten.

Konzentrieren Sie sich nicht auf Merkmale, sondern Vorteile! Auch wenn Merkmale von Produkten oder Leistungen ein wichtiges Kriterium sind, stellen diese jedoch nur eine informative Ebene dar und tragen eher weniger dazu bei, den Nutzer zu überzeugen und ihm klar zu machen, wie die auszuführende Handlung sein Leben verbessern wird.

Die meisten Kaufentscheidungen erfolgen nämlich nicht logisch, sondern sind viel stärker emotionsgesteuert. Erst im Nachgang wird nach rationalen Motiven gesucht, auf denen die Kaufentscheidung beruht. Erklären Sie also Ihren potentiellen Kunden nicht, was sie haben können, sondern was sie brauchen.

Nutzen Sie bei der Darstellung der Vorteile den richtigen „Frame“!

Framing beschreibt einen Prozess des „Einrahmens“ von Sachverhalten, eine Art Akzentuierung, die bestimmte Denkraster erzeugt. Menschen reagieren unterschiedlich, abhängig davon, aus welchem Blickwinkel ein Aspekt betrachtet wird. Medien können so zum Beispiel ein Ereignis entweder durch die Anzahl der Geretteten oder die Anzahl der Verstorbenen beleuchten, welche beide eine völlig unterschiedliche Wirkung auf den Zuschauer haben, obwohl es sich um das gleiche Ereignis handelt.

Die Fakten bleiben die gleichen, können nur aus verschiedenen Positionen dargestellt werden.

Diesen Umstand können Sie sich natürlich auch in Ihrem Werbetext zunutze machen:

„99% fettfrei“ oder „nur 1% Fett“?

Überlegen Sie, welcher Blickwinkel einer Information für Ihren Kunden überzeugender sein könnte und machen Sie sich dies zu Nutze.

  1. Was macht eigentlich die Konkurrenz?

Studieren Sie auch ruhig mal die Seiten der direkten Konkurrenz und überlegen Sie, was gut oder schlecht ist oder vielleicht Potential hat und lernen so aus den Fehlern des Wettbewerbs. Auch hier hilft wieder die Perspektive des Nutzers einzunehmen, um so herauszufinden, was eigentlich von einer Seite erwartet wird.

Es gibt zwar keine One-Fits-All Darstellung der perfekten Landing Page, jedoch sollte dieser Beitrag zeigen, dass es einige Stellschrauben gibt, deren Anwendung fruchtbar sein kann.

Das wichtigste Mittel ist immer noch: testen, testen, testen. Vorrangig sollten Sie dabei Gebrauch von A/B-Tests machen. Den tatsächlichen Besuchern werden per Zufall zwei oder mehrere Versionen der Landing Page ausgespielt, über die internen Daten können Sie feststellen, welche die größeren Erfolge erzielt. Best Practice wäre an dieser Stelle, die besser performende Variante als Grundlage für den nächsten Test zu nutzen, was sich als fortwährender Prozess gestalten könnte, denn es gibt keine „beste“ Landing Page vor einer Conversion-Rate von 100%.

Haben Sie gute Erfahrungen mit der Optimierung oder Nutzung von speziellen Landing Pages gemacht oder vielleicht Fragen zu diesem Beitrag? Lassen Sie uns gern einen Kommentar da.

 

 

 

Michel Stindl

Veröffentlicht von Michel Stindl

Alle unsere Mitarbeiter sind AdWords-Spezialisten und setzen sich täglich mit viel Engagement für unsere Kunden und ihre Ziele ein. Dieser Beitrag wurde von Michel verfasst. Für seine Kunden übernimmt er jeden Tag den Aufbau der AdWords-Konten und das gesamte Kampagnen Management.

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