Smarketer - AdWords Agentur

Grundlagen AdWords III – Die richtigen Keywörter

Nachdem wir uns (nach der Einführung in Teil 1) im letzten Thema ausführlich mit dem Qualitätsfaktor beschäftigt haben, wollen wir uns im 3. Teil der Reihe mit der Auswahl der richtigen Keywörter in AdWords auseinandersetzen.

Beim Start eines neuen AdWords-Projektes ist nichts wichtiger als die richtige Auswahl von Suchbegriffen, für die man bereit ist Geld zu bezahlen. Diese Auswahl entscheidet maßgeblich über Erfolg oder Misserfolg einer AdWords Kampagne und legt auch den Grundstein für die spätere Struktur des AdWords-Kontos, dazu aber mehr im nächsten Beitrag zu den AdWords Grundlagen.

Woher weiß ich, was die richtigen Keywords für mich sind?

Die Auswahl der richtigen Keywords geht einher mit den Zielen, die man mit seiner Unternehmung verfolgt. Habe ich zum Beispiel einen kleinen Onlineshop für Schuhe mit einer Handvoll Marken und begrenztem Marketingbudget, macht es keinen Sinn auf Suchbegriffe wie „Schuhe Online kaufen“ zu bieten, da das Budget wahrscheinlich schon an einem Tag aufgebraucht wäre und das Verhältnis von Besuchern zu Käufern aufgrund der geringen Auswahl sicher sehr schlecht ausfallen würde. Für einen Giganten wie Zalando hingegen wird „Schuhe Online kaufen“ einer der wichtigsten Begriffe im Keywordportfolio sein! Man sollte also vorher Ziele definieren und entsprechend diesen Zielen mit der Keywordrecherche beginnen.

Nehmen wir das Beispiel von oben, indem ich einen kleinen Online Schuhversand habe und mit wenig Budget möglichst viel Umsatz erzielen will. Als erstes würde ich schauen, welche Kategorien ich in meinem Shop anbiete, nehmen wir an, das sind folgende: Sneaker, Laufschuhe & Stiefel. Dazu verkaufe ich folgende 3 Marken: Adidas, Puma, Nike. Um Streuverluste gering zu halten, sollten die Marken und Kategorien kombiniert werden, also z.B. Nike Sneaker bzw. Adidas Laufschuhe. Ich könnte natürlich auch nur „Nike“ oder nur „Laufschuhe“ als Keyword hinterlegen, doch würde das viele Besucher, aber wahrscheinlich wenig Käufe bringen. Die nächste Stufe wäre die Marken und Kategorien noch mit den Produktnamen zu verbinden (Nike Free Laufschuh). Folgende Grafik soll das Problem verdeutlichen:

Suchvolumen und Kosten für Begriffe schätzen

Eine große Unterstützung bei der Keywordrecherche ist das Google Keywordtool.

Finden kann man das Tool im AdWordskonto unter Tools > Keyword-Planer. Links kann man die Suchkriterien wie Sprache, Land, Zeitraum einstellen und auch Filter verwenden, die sich auf das eigene Konto beziehen. Die Trends lassen sich auch noch nach Gerät und Standort weiter segmentieren. Geben Sie einfach die Suchbegriffe aus Ihrer Keywordrecherche hier ein und Sie erhalten eine ungefähre Einschätzung über Suchvolumen und Klickpreise.

Wo finde ich noch mehr Keyword-Ideen?

Es gibt verschiedenste Möglichkeiten Keywörter für seine Kampagne zu finden. Als erstes sollte man natürlich auf der eigenen Webseite schauen und diese Begriffe mit dem Keywordtool abfragen. Hier ergeben sich auch Synergien für das SEO. Synonyme bzw. artverwandte Begriffe haben oft stark unterschiedliches Suchvolumen und Wettbewerb; konzentrieren Sie sich auf die für Ihre Strategie passenden Keywörter.

Google Suggest

Wenn Sie einen Suchbegriff bei Google eingeben, können Sie auf der Seite ganz nach unten scrollen, um ähnliche Suchbegriffe zu sehen. Diese werden auch häufig bei Google gesucht!

Wettbewerber

Schauen Sie sich auch die Webseiten und Kampagnen Ihrer Wettbewerber an. Welche Begriffe verwenden diese auf Ihrer Webseite und auf welche Begriffe werden AdWords Anzeigen geschaltet. Sie können davon ausgehen, dass besonders größere Wettbewerber für unrentable Begriffe keine Anzeigen schalten. Behalten Sie jedoch Ihre Strategie im Hinterkopf: Nur weil ein bestimmter Begriff bei einem Wettbewerber gut zu funktionieren scheint, muss das nicht für Sie der Fall sein!

Drittanbieter Tools

Dann gibt es natürlich auch eine Menge Tools von anderen Anbietern, die einen Test zumindest wert sind! Aber denken Sie immer daran, noch einmal mit dem Google Keywordtool das Suchvolumen und die Klickpreise schätzen zu lassen, damit es keine bösen Überraschungen gibt.