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Effizienzsteigerung durch AdWords Skripte – Teil I

Der moderne AdWords Spezialist sieht sich immer größeren Herausforderungen gegenüber, die aufgrund der limitierten Zeit kaum noch zu bewältigen sind. Sich täglich wiederholende Aufgaben sind abzuarbeiten, seien es Optimierungen in der gesamten Breite und Tiefe der Konten oder auch nur tägliche Reportings.

Die Zeit ist der einzige Feind. Die Waffe, um diesem Feind entgegenzutreten und die kostbare Zeit für andere Themen aufwenden zu können, sind die Google AdWords Skripte.

Im ersten Teil wird auf die Grundlagen der AdWords Skripte eingegangen; dabei werden folgende Fragen beantwortet:

  • Wie sind die Skripte aufgebaut?
  • Was ist mit ihnen möglich?
  • Wo liegen die Grenzen?

Im zweiten Teil wird auf einige Funktionen tiefer eingegangen und deren Nutzen näher betrachtet. Darüber hinaus werden praktische Anwendungsmöglichkeiten aufgezeigt und erklärt.

Was sind AdWords Skripte?

Die AdWords Skripte wurden erstmals im Jahr 2012 von Google als Beta angekündigt. Zu dieser Zeit war der Umfang der Funktionalität überhaupt nicht vergleichbar zum heutigen Stand der Dinge.

Die heutigen Skripte ähneln den aus AdWords bekannten „Regeln“, sind aber viel mächtiger und umfangreicher. Jedoch benötigt man dafür ein wenig technisches Know-how.

Für wen sind AdWords Skripte?

AdWords Skripte richten sich an alle ambitionierten Account Manager, die durch effektives Arbeiten glänzen wollen. Für das Anpassen und Erstellen von Skripten ist ein bestimmtes Maß an Programmierkenntnissen Voraussetzung. Aber wenn man einmal ein funktionierendes Skript hat, kann man sehr schnell die Schwachstellen eines Kontos aufdecken, diese analysieren und automatisiert beheben lassen. Ebenso lassen sich die Bietstrategien sehr gut durch diese Skripte operativ umsetzen, schwache Keywords pausieren und starke Keywords pushen.

Um die Funktionsweise von Skripten überhaupt verstehen zu können, muss man sich mit den grundlegenden Dingen der Programmierung auseinandersetzen, sodass man später die Codeschnipsel nach den Bedürfnissen des jeweiligen Kontos anpassen kann.

Funktionen:

Jedes Skript startet mit einer Funktion, die als eine Art Unterprogramm beschrieben werden kann. Diese Funktion, in der Prozesse oder Aufgaben verarbeitet werden, beginnt immer mit „function“ gefolgt von dem Namen und Klammern.

skrip1

In den Klammern können Werte stehen, die durch Kommas getrennt werden. In den eckigen Klammern steht der Code, der ausgeführt werden soll.

Variablen:

Nach der Funktion sieht man normalerweise gleich etwas wie „var keywords“. „Var“ bezeichnet nichts anderes als eine Variable, die als Platzhalter für einen bestimmten Wert dient. Man kann einen beliebigen Namen für die Variable wählen, nur sollte man darauf achten bei der Benennung konsistent zu sein, um sich später nicht selbst bei der Programmierung zu verwirren.

Objekte:

Objekte bilden bei der Programmiersprache JavaScript das Fundament. Ein Objekt besteht aus vielen Entitäten. Man kann sich das wie Kampagnen, Anzeigengruppen, Anzeigen und Keywords vorstellen. Bei den AdWords Skripten gibt es vier Objekte:

skript2

Am Anfang werden wir nur mit dem Objekt AdWordsApp arbeiten.

Nachdem man das Objekt aufgerufen hat, wird die Entität gewählt, welche man abfragen möchte.

Entitäten:

Das AdWordsApp Objekt besteht aus verschiedenen Entitäten wie z.B. Konto, Kampagnen, Anzeigengruppen und Keywords. Aber genauso können sie aus  Anzeigen-Parametern, Labels, Werbezeitplaner- und Budget-Angaben bestehen.

Wenn man Variablen, Objekte und Entitäten kombiniert, könnte das so aussehen:

skript3

In dem Beispiel haben wir der Variable den Namen „KW“ gegeben. Die Variable bezieht sich auf die Entität in dem Objekt AdWordsApp, die „keywords“ heißt. Der Punkt dazwischen verbindet das Objekt und die Entität.

Selektoren:

Wenn man jetzt die Keyword Entittät ausgewählt hat, will man möglicherweise nur bestimmte Keywords abrufen, die bestimmte Kriterien erfüllen. Die kann man mit den Selektoren realisieren, die für das Filtern und Sortieren zuständig sind. Es gibt u.a. folgende Selektoren:

skript4

Man kann mehrere Selektoren kombinieren, um so genau die Daten zu erhalten, die man benötigt.

Um die Übersicht im Code zu gewährleisten, sollte man jeden Selektor in eine separate Zeile schreiben. Vor jeden Selektor wird ein Punkt gesetzt.

skript5

Beim oberen Code passiert folgendes:

  1. Wähle die Kampagnen aus meinem AdWords Konto aus, die folgende Bedingungen erfüllen
  2. Mehr als 10 Klicks
  3. Mehr als 1.000 Impressions
  4. Absteigend sortiert
  5. Und nur die Leistungsdaten von gestern betrachten

Methoden:

Methoden sind Befehle um bestimmte Aufgaben und Funktionen auszuführen. Die am häufigsten vorkommenden Befehle bei AdWords Skripten sind „Get“, „Set“ und „Add“.

Eine Entität kann auch zu einer Methode werden, wenn eine Funktion oder ein Befehl genutzt wird. Eine vollständige Liste aller AdWords Methoden findet man unter folgendem Link.

Iteratoren:

„Der nächst bitte!“ – mehr machen die Iteratoren auch nicht. Sie wiederholen einen bestimmten Skript-Abschnitt, solange Werte vorhanden sind.

Der hasNext() Iterator kreiert eine Schleife, die so lange durchgeführt wird bis der Wert „true“ nicht mehr zurückgegeben wird.

Iteratoren kommen nach den Selektoren.

Beispiel:

blog-skripte

Beispiel: Smarte CPC Anpassung

 

Können Sie mir sagen, was genau bei diesem Skript passiert? Was sind die Variablen, welche die Methoden? Welche Selektoren werden genutzt?

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