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AdWords-Textanzeigen für mobile Endgeräte optimieren

Der Sommer steht vor der Tür. Die Tage werden länger und die Temperaturen steigen rasant an. Anstatt seine Freizeit zu Hause vor dem Computer oder dem Fernseher zu verbringen, lockt das schöne Wetter immer mehr Menschen nach draußen an die frische Luft.

In dieser Zeit werden Smartphones eine noch bedeutendere Rolle als ohnehin schon einnehmen. Zwar sind sich die meisten AdWords-Werbetreibenden dieser Entwicklung sehr wohl bewusst und haben bereits ihre Webseiten der mobilen Nutzung angepasst, doch vergessen sie dabei häufig die Notwendigkeit von ebenfalls mobil-optimierten Suchanzeigen bei Google. So wie bei der mobilen Webseiten-Gestaltung müssen auch beim Verfassen der Anzeigen für Smartphone-Nutzer das veränderte Suchverhalten und die kleineren Bildschirme berücksichtigt werden.

Warum sollten Sie Ihre Textanzeigen für mobile Geräte optimieren?

Auch wenn Google keine verpflichtenden Zusatzanforderungen an eine mobile Textanzeige stellt, (d.h. alle neuen Kampagnen werden automatisch auf Mobilgeräten geschaltet), möchte ich Ihnen anhand eines Beispiels zeigen, aus welchem Grund es sich trotzdem lohnt Ihre Anzeigen zu überarbeiten.

Stellen Sie sich folgendes Szenario vor: Sie sitzen in einem Café und warten auf einen Freund. Um sich die Zeit etwas zu vertreiben, suchen Sie mit Ihrem Smartphone im Internet nach Handyhüllen zum selbst gestalten. Sie sehen folgende zwei AdWords-Anzeigen von unterschiedlichen Unternehmen: Auf welche Anzeigen würden Sie eher klicken?

Abb. 1: Nicht mobil-optimierte Anzeige von Unternehmen 1

Abb. 2: Mobil-optimierte Textanzeige von Unternehmen 2

Vermutlich werden Sie sich für die mobil-optimierte Anzeige von Unternehmen 2 entschieden haben. Ein Großteil der Smartphone-Nutzer hätte sich sicherlich ähnlich entschieden. Auch längerfristige Testversuche haben bereits gezeigt, dass eine mobil-optimierte Textanzeige zu deutlich besseren Klickraten und mehr Conversions führt.

Es ist also höchste Zeit Ihre Textanzeigen für die mobilen Endgeräte anzupassen. Dazu finden Sie im Folgenden 6 Tipps, die Ihnen den Anpassungsprozess vereinfachen sollten.

1. Ausrichtung der mobilen Textanzeigen

Der erste Schritt auf dem Weg zu Ihrer eigenen mobilen Textanzeige ist die richtige Wahl der Ausrichtung. Hierbei ist zu beachten, dass Anzeigen, die speziell für Smartphone-Nutzer verfasst wurden, auch wirklich nur auf mobilen Endgeräten ausgespielt werden. Hierfür müssen Sie bei der Erstellung der Anzeige nur einen Haken bei dem Kontrollkästchen „Mobil“ setzen (siehe Abb.3). Andernfalls wird die Anzeige auch bei der Suche auf dem Desktop-Computer erscheinen. Einzige Ausnahme: Wenn Sie nur mobil-optimierte Anzeigen erstellen, dann werden diese auch auf dem Desktop ausgespielt.

Abb. 3: Anzeigenausrichtung auf mobile Endgeräte

2. Mobile Call-to-Actions

Doch lediglich eine veränderte Ausrichtung genügt selbstverständlich noch nicht für eine gute mobile Textanzeige. Auch rein inhaltlich sollte beim Verfassen der Anzeigen einiges beachtet werden.

Sie sollten Smartphone-Nutzer mit expliziten Call-to-Actions direkt ansprechen. Anstatt Formulierungen zu benutzen wie „Jetzt bequem im Onlineshop kaufen“, sollte stattdessen ein unmittelbarer Bezug zum potenziellen Kunden hergestellt werden. Das erreichen Sie am besten durch eine Call-to-Action wie „Bequem per Smartphone bestellen“.

Weitere Beispiele für mobile Call-to-Actions sind:

Diese Art der direkten Ansprache hebt Sie deutlich von Wettbewerbern ab und die Klickrate Ihrer Anzeige wird dadurch erhöht werden.

3. Mobile Anzeigen-URLs

Neben den Textzeilen können aber auch die Anzeigen URLs speziell auf mobile Nutzer ausgerichtet werden. Durch die Verwendung von Anzeigen URLs wie m.beispiel.de oder beispiel.de/mobil wird Smartphone-Suchenden die Gewissheit gegeben, dass es sich um eine mobil-optimierte Webseite handelt.

Doch es gibt noch einen weiteren Grund, warum AdWords-Werbetreibende die Anzeigen-URLs für mobile Endgeräte überarbeiten sollten: Die Längenbeschränkung für Anzeigen-URLs auf Smartphones ist eine andere als auf Desktop-Computern. Folgender Vergleich soll diese Problematik verdeutlichen:

Abb.4: Anzeige auf dem Desktop-Computer

Abb. 5: Anzeige auf dem Smartphone

4. Mobile Anzeigenerweiterungen

Ein weiteres, nicht zu vernachlässigendes Element bei der Optimierung von mobilen Textanzeigen sind die Anzeigenerweiterungen. Ähnlich wie auf dem Desktop werden Ihre Anzeigen durch verschiedene Arten von Erweiterungen um zusätzliche Informationen ergänzt. Auf der einen Seite kann sich der Suchende dadurch ein besseres Bild von Ihren Produkten oder Dienstleistungen machen und andererseits erhalten Sie mehr Werbeplatz, woraus eine größere Aufmerksamkeit resultiert. Gerade für Smartphone-Nutzer bieten die Anzeigenerweiterungen die Möglichkeit in kürzester Zeit relevante Informationen wie einen Standort oder eine Telefonnummer zu erhalten. Aus diesem Grund sollten Sie auch Ihre Sitelinks, Anruferweiterungen, Snippets und Callouts dringend mobil optimieren.

Und so erstellen Sie mobil-optimierte Anzeigenerweiterungen:

1. Klicken Sie auf den Tab Anzeigenerweiterungen.

2. Wählen Sie im linken Drop-Down-Menü „Anzeigen“ die Erweiterung Ihrer Wahl aus.

3. Klicken Sie auf die Erweiterungen, um diese zu bearbeiten.

4. Nachdem sich ein grauer Kasten zur Bearbeitung der Erweiterungen geöffnet hat, klicken Sie auf den Pfeil rechts neben dem Bearbeitungsstift und auf „Kopieren und bearbeiten“.

Abb. 6: Anzeigenerweiterungen Bearbeiten

 

5. Nun haben Sie eine Kopie Ihrer Desktop-Erweiterung erstellt und können diese auf mobile Endgeräte ausrichten, indem Sie in dem Kontrollkästchen „Bevorzugtes Gerät“ einen Haken bei „Mobil“ setzen. Bei Bedarf können Sie auch noch den Text ändern.

Abb. 7: Anzeigenerweiterung mobil-optimieren

 

6. Klicken Sie auf „Speichern“

Alternativ können Sie auch im Google AdWords Editor unter dem Tab „Gemeinsam genutzte Bibliothek“ Ihre vorhandenen Erweiterungen duplizieren und in dem Kasten „Bevorzugtes Gerät“ die Einstellung von „Alle“ auf „Mobilgeräte“ ändern. Diese Methode bietet sich vor allem für größere Konten mit vielen verschiedenen Erweiterungen an.

Bei der Erstellung mobiler Sitelinks ist aber besondere Vorsicht geboten. Hier gilt es zu beachten, dass, ähnlich wie bei der Anzeigen-URL, die Längenbeschränkung auf Smartphones eine andere ist als auf dem Desktop-Computer. In der Regel sollten Sie nicht mehr als 20 Zeichen für die mobilen Sitelinks verwenden, andernfalls wird Google diese automatische abschneiden (siehe Abb. 8).

Abb. 8 Beispiel für zu lange mobile Sitelinks

 

Also ist es auf jeden Fall ratsam, nachdem Sie Ihre vorhandenen Sitelinks dupliziert und mobil optimiert haben, nochmals die Anzahl der Zeichen zu überprüfen.

Des Weiteren bietet Google für mobile Anzeigen eine zusätzliche Anzeigenerweiterung, die sogenannt App-Erweiterung, an. Mit Hilfe dieser Erweiterung kann Ihre Anzeigenpräsenz noch weiter gesteigert werden, da unterhalb Ihrer Textzeilen ein Link zu Ihrer App zu sehen ist (siehe Abb. 9). Durch den Klick gelangt der Smartphone-Nutzer direkt in den App Store oder Google Play Store, wo er die App je nachdem kostenlos herunterladen oder kaufen kann.

Abb. 9 App-Erweiterung (Quelle: Google Support)

 

Weitere Informationen, wie beispielsweise die Erstellung einer App-Erweiterung, erhalten Sie unter folgendem Link.

5. Mobile Gebotsanpassung

Damit Ihre Anzeigen bei mobilen Suchanfragen häufiger geschaltet werden, können Sie nun noch zusätzlich auf Kampagnen- oder Anzeigengruppenebene Gebotsanpassungen für Smartphones vornehmen.

Hierzu müssen Sie auf den Tab Einstellungen und dann auf Geräte klicken. In der Spalte Gebotsanpassung müssten Sie nun einen Querstrich sehen, auf den Sie ebenfalls klicken. Danach öffnet sich ein Kasten, in dem Sie Ihre Gebotsanpassung für die jeweilige Kampagne bzw. Anzeigengruppe vornehmen können.

Sie sollten aber beachten, dass es sich hierbei um eine prozentuale Änderung handelt. Das heißt: Bei einem Startgebot von einem 1,00€ und einer Geräteanpassung von +30%, liegt Ihr Klickpreis damit bei 1,30€. Grundlegend können Sie zwischen einer Zahl von -100% bis +300% wählen.

Abb. 10: Gebotsanpassung für Mobilgeräte

6. Nur-Anrufkampagnen

Der sechste und letzte Tipp richtet sich vor allem an die Unternehmen, deren Hauptgeschäft auf Telefonanrufen basieren, beispielsweise Taxibetriebe oder Pizzalieferdienste. Für diese Unternehmen bietet sich eine Nur-Anrufanzeige, die nur auf mobilen Geräten geschaltet werden kann, an. Klickt ein Nutzer auf diese besagte Anzeige, ruft dieser direkt bei Ihnen an.

Sollte diese Art von Anzeige für Sie von Interesse sein und Sie Fragen zur Erstellung haben, finden Sie in einem unserer vergangenen Blogbeiträge genaue Informationen zu dem Thema.

Fazit

Es gibt also verschiedenste Möglichkeiten Ihre Anzeigen für die mobilen Plattformen zu optimieren. Zwar ist die mobile Überarbeitung Ihrer jetzigen Anzeigen mit etwas Arbeit verbunden, doch die explizite Ansprache der Smartphone-Nutzer in den Anzeigen stellt eine gute Möglichkeit dar, sich von Ihrer Konkurrenz abzuheben und die Klickrate zu steigern.

Also worauf warten Sie noch? Machen Sie sich an die Arbeit und optimieren Sie Ihre Suchanzeigen für mobile Geräte. Sie werden erstaunt sein, welche positiven Auswirkungen es auf Ihre AdWords-Performance haben wird.

Sollten Sie weitere Fragen zu dem Thema haben, stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.