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7 kostenlose Alternativen zum Google Keyword-Planer

„Gute Planung ist alles“ – Hinsichtlich AdWords könnte diese Managementweisheit auch folgendermaßen umformuliert werden: „Gute Keyword-Recherche ist alles“. Eine sorgfältige Keyword-Recherche ist nämlich das Fundament für den Erfolg jedes AdWords-Projektes. Doch wie lassen sich die richtigen Keywords überhaupt identifizieren?

Ein Großteil der AdWords-Werbetreibenden verwenden hierfür den Google Keyword-Planer, der bereits in der AdWords-Oberfläche integriert ist. Diese Vorgehensweise ist sicherlich nicht falsch, doch ähnlich wie bei der Erstellung einer wissenschaftlichen Arbeit empfiehlt es sich auch bei einer Keyword-Recherche mehrere Quellen zu nutzen. So erhalten Sie möglicherweise Ideen, die bei der alleinigen Nutzung des Google Keyword-Planers nicht aufgekommen wären.

In diesem Blogbeitrag stellen wir Ihnen 7 Alternativen zum Google Keyword-Planer vor. Für die Nutzung dieser Tools ist weder eine Anmeldung vonnöten noch fallen Kosten an. Sie können also sofort mit Ihrer Keyword-Recherche beginnen.

1. Übersuggest (ubersuggest.io)

Die wohl bekannteste Alternative zum Google Keyword-Planer ist Übersuggest.

Dieses Online-Tool macht sich die Funktionsmechanismen von Google Suggest, der Autovervollständigung bei einer Google-Suche, zu Nutze. Übersuggest ermittelt relevante Keywords, die häufig in Kombination mit Ihrem eingegebenen Begriff gesucht werden. Dadurch identifizieren Sie Longtail-Keywords und Nischen-Keywords, die bei anderen Tools wie dem Google Keyword-Planer unbeachtet bleiben.

Beispielsweise wenn Sie zusätzliche Ideen für den Begriff „Herrenschuhe“ suchen, werden Ihnen von Übersuggest Nischen-Keywords wie „Herrenschuhe extra weit Klettverschluss“ oder „Herrenschuhe ohne Schnürsenkel“ vorgeschlagen. Vor allem für kleinere Online-Shops, für die generischere Suchanfragen langfristig zu kostenintensiv sind, sind diese Longtail- und Nischen-Keywords Gold wert.

Übersuggest bietet dabei nicht nur die Möglichkeit Keywords aus der klassischen Web-Suche zu identifizieren, sondern liefert auch Ergebnisse für die Bild-, Shopping-, YouTube oder News-Suche. Außerdem gibt es eine große Auswahl an unterschiedlichen Sprachen. Diese Kriterien können vor jeder Suche ganz einfach mit Hilfe eines Drop-Down-Menüs ausgewählt werden.

Abb. 1: Übersuggest – Ideen für Keywords am Beispiel „Herrenschuhe“

2. KeywordPro (keywordpro.net)

Wie Übersuggest basiert auch das zweite Keyword-Recherche-Tool, KeywordPro, auf Google Suggest. Die Handhabung ist ebenfalls sehr ähnlich: Zunächst geben Sie Ihren zu untersuchenden Begriff in die Textzeile ein, dann wählen Sie eine Sprache und eine beliebige Anzahl an Requests (maximal 50) aus. Wenn Sie nun auf den „Ok let’s go“ Button klicken, wird Ihnen aber der Unterschied zu Übersuggest relativ schnell deutlich. Während Übersuggest die Keyword-Ideen lediglich auflistet, strukturiert KeywordPro die generierten Ergebnisse in verschiedene Ober-und Unterbegriffe. Diese grobe Strukturierung kann bereits als Denkanstoß für eine mögliche Einteilung der AdWords-Kampagnen dienen. Diese anfängliche Ansichtsart kann nun auch noch geändert werden. Über der Mind Map befinden sich fünf verschiedene Tabs. Jeder dieser Tabs steht für eine andere Visualisierungsmöglichkeit der generierten Keywords.:

Jede dieser Ansichten hat seine Vor-und Nachteile und kann dementsprechend nach den eigenen Bedürfnissen verwendet werden.

Abb. 2: KeywordPro – Ideen für Keywords am Beispiel „Herrenschuhe“

3. Google Trends

Bei der nächsten Recherche-Quelle handelt es sich um eine weitere Plattform von Google, namens Google Trends. Vielen AdWords-Werbetreibenden sollte diese Plattform bereits ein Begriff sein. Google Trends visualisiert historische und aktuelle Suchanfrage-Trends.

Dadurch besteht nicht nur die Möglichkeit momentan beliebte Suchanfragen zu bestimmen, sondern es lassen sich auch zukünftige Suchanfrage-Trends prognostizieren. Google bietet dabei verschiedenste Kriterien, um möglichst differenzierte Ergebnisse zu erhalten. Sie können nach Ländern, Städten, Kategorien oder Zeiträumen filtern. Außerdem haben Sie, wie bei Übersuggest, die Option zwischen der Web-, Bilder-, News-, Shopping- und YouTube-Suche zu wählen. Google Trends bestimmt dabei nicht nur ähnlich beliebte Suchanfragen, sondern liefert auch verwandte Themen in absteigender Relevanz für Ihren Begriff.

Des Weiteren geht Google Trends sogar über herkömmliche Keyword-Recherche-Tools hinaus, denn es lassen sich ebenfalls ganz einfach die Suchvolumina zweier Suchbegriffe in einem bestimmten Zeitraum miteinander vergleichen.

Abb. 3: Google Trends – Interesse im zeitlichen Verlauf am Beispiel „Herrenschuhe“

Abb. 4: Google Trends – Verwandte Themen & Ähnliche Suchanfragen für „Herrenschuhe“

4. AnswerThePublic (answerthepublic.com)

Schon auf den ersten Blick unterscheidet sich AnswerThePublic von anderen Keyword-Recherche-Tools. Während sich die Konkurrenz durch eine gewisse Seriosität und Schlichtheit auszeichnet, erscheint nach dem Öffnen von AnswerThePublic ein ungeduldiger kahlköpfiger Mann mit Vollbart, Hornbrille und dickem Wollpullover, der nur darauf wartet, dass Sie einen Suchbegriff in die entsprechende Textzeile eingeben. Wenn Sie das tun, sich für eine der 13 zur Auswahl stehenden Sprachen entscheiden und auf den gelben Button „Get Questions“ klicken, erhalten Sie eine scheinbar ähnliche Mind Map wie bei KeywordPro.

Bei genauerem Hinschauen wird aber schnell klar, dass der alleinige Fokus bei AnswerThePublic auf Fragen rund um den eingegebenen Suchbegriff liegt. So gibt es zu jedem Fragewort eine gewisse Anzahl von Fragen, die sich Nutzer zu dieser Thematik gestellt haben. Als Quelle hierfür dient wie auch bei vielen anderen Keyword-Recherche-Tools wieder der Dienst Google Suggest.

Durch AnswerThePublic lernen Sie vor allem Ihre Zielgruppe näher kennen. Sie erhalten einen Überblick über die häufigsten Fragen im Internet zu einer Thematik. Wenn Sie wissen wollen, was für Ihre Zielgruppe an Ihrem Produkt wirklich von Interesse ist, dann gibt Ihnen dieses Tool einen kleinen Einblick in die Gedankenwelt Ihrer Kunden. Dieses Wissen hilft Ihnen auch letztendlich bei der Strukturierung Ihrer AdWords-Kampagnen.

Abb. 5: AnswerThePublic – Fragen von Internutzern zum Thema „Herrenschuhe“

5. soovle (soovle.com)

Das Keyword-Tool soovle ist besonders zu Beginn einer Recherche sinnvoll. Soovle vereint das Wissen der weltweit größten Suchmaschinen, indem es die relevantesten Suchanfragen aus allen ausgewählten Kanälen in einer Mind Map zusammenfasst.

Die Handhabung ist denkbar simpel: Sie geben Ihr gewünschtes Keyword in die Suchzeile in der Mitte ein und erhalten schnell Suchanfragen aus den verschiedensten Kanälen. In der Grundeinstellung werden Ihnen dabei Suchbegriffe der Plattformen Google, Bing, Amazon, Answers.com, Yahoo, Wikipedia und YouTube ausgeliefert. Diese Einstellungen lassen sich aber auch ganz leicht ändern. Hierzu müssen Sie nur oben rechts auf das Wort „engines“ klicken. Nun haben Sie die Möglichkeit andere bekannte Kanäle wie ebay, Netflix oder Yandex zu nutzen.

Während die meisten Keyword-Recherche-Tools lediglich auf dem Dienst Google Suggest basieren, bietet soovle eine größere Vielfalt. Sie erhalten nicht nur einen bestmöglichen Überblick über die Thematik, sondern minimieren auch das Risiko relevante Keywords zu vergessen, die Google möglicherweise nicht berücksichtigt hätte.

Abb. 6: soovle – Ideen für Keywords am Beispiel „Herrenschuhe“

6. eyePlorer (eyeplorer.com)

Obwohl das Online-Tool eyePlorer bereits mehrfach preisgekrönt ist, ist es leider der breiten Masse der AdWords-Werbetreibenden nicht bekannt. Bei eyePlorer handelt es sich um eine assoziative Suchmaschine: Es werden verwandte Themen rund um einen beliebigen Suchbegriff in einer Mind Map visualisiert, kategorisiert und priorisiert. Somit erhalten Sie schnell einen nahezu allumfassenden Überblick über eine komplexe Materie.

Wenn Sie beispielsweise nach „Schuh“ suchen, erhalten Sie nicht nur Schuharten wie Sneaker, Pumps oder Cowboystiefel, sondern alle Begriffe, die in irgendeinem Zusammenhang mit diesem Wort stehen, wie Absatz, Leder, Jugendkultur usw. Die jeweiligen Begriffe werden dabei in unterschiedliche Kategorien (Themenfelder) eingeteilt. Es gibt Themenfelder wie Ort, Zeit, Gesundheit, Wissenschaft & Technologie, Gesellschaft und einige mehr. Mit Hilfe eines Schiebreglers können Sie die Anzahl der Begriffe beeinflussen. Außerdem werden durch eine Mouseover-Funktion Informationstexte zu den jeweiligen Wörtern eingeblendet.

Als Hauptquelle für eyePlorer dient Wikipedia. Das erklärt auch die vergleichbare Funktionsweise beider Plattformen. Denn ähnlich wie Wikipedia vernetzt auch eyePlorer verschiedenste Begriffe miteinander.

Abb. 7: eyePlorer – Ideen für Themen am Beispiel „Schuh“

7. Sonar (sonar-tool.com)

Wenn Sie Ihre Produkte nicht nur über die Plattform Google AdWords vermarkten, sondern auch bei Amazon aktiv sind, ist Ihnen das Online-Tool Sonar möglicherweise schon ein Begriff. Sonar ist quasi der Google Keyword-Planer für Amazon. Doch warum sollten Sie für eine AdWords-Keyword-Recherche ein Tool nutzen, das auf Daten von Amazon basiert? Diese Frage lässt sich relativ leicht beantworten: Amazon ist mit weit über 200 Millionen Produkten der weltweit größte Online-Versandhändler und eine der wichtigsten Suchmaschinen. Damit kann nahezu jeder Online-Shop Amazon zu einen seiner größten Konkurrenten zählen. Daher ist es umso wichtiger, das Suchverhalten der Nutzer auch in dieser Suchmaschine zu verstehen.

In Sachen Handhabung gibt es grundsätzliche keine signifikanten Unterschiede: Sie geben einen Begriff in den Suchschlitz ein und erhalten relevante Keywords mit dem gleichen Wortstamm, sprich, es ist von der Funktionsweise vergleichbar mit Übersuggest. Nur der Algorithmus basiert nicht auf Google Suggest, sondern auf der Amazon-Datenbank. Des Weiteren können Sie nach sinnverwandten Begriffen suchen oder sogar Konkurrenzprodukte mit Hilfe der ASIN-Rückwärtssuche (Amazon Standard Identification Number) analysieren.

Abb. 8: Sonar – Ideen für Keywords am Beispiel „Herrenschuhe“

Fazit

Bei Ihrer nächsten Keyword-Recherche haben Sie also nun eine Reihe sinnvoller Alternativen zum Google Keyword-Planer. Wir empfehlen natürlich auch weiterhin die Nutzung des Keyword-Planers, doch für eine detaillierte Recherche ist es nun einmal unerlässlich, möglichst viele Quellen zurate zu ziehen. Die Vorteile liegen dabei klar auf der Hand. Zum Beispiel wird das Risiko minimiert relevante Keywords oder sogar vollständige Thematiken zu vergessen. Außerdem schürt es den Ideenprozess und Ihre Kreativität. Durch neue Keyword-Schwerpunkte oder ungewohnte Visualisierungsformen erhalten Sie möglicherweise Denkanstöße für Ihre AdWords-Kampagnen, die Sie mit der alleinigen Nutzung des Keyword-Planers nicht gehabt hätten.

Haben Sie weitere Fragen zu diesem oder anderen Themen rund um AdWords, steht Ihnen das Smarketer-Team jederzeit gerne zur Verfügung.