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Einen Productfeed in plentymarkets anlegen – Teil 2

Eingabemaske für einen neuen Export zu Preisportalen

Maske „Neuer Export“

In Teil 1 dieser Beitragsreihe habe ich Ihnen nähergebracht was Sie bezüglich der von Ihnen verwendeten Kategorien tun müssen, um Ihre Produktdaten fehlerfrei an Google senden zu können. Heute möchte ich Ihnen das Anlegen des Exports erläutern.

Der Export

Sie haben nun erfolgreich Ihre Kategorien für Google „übersetzt“. Der nächste Schritt besteht darin, den eigentlichen Export zu konfigurieren. Hierzu navigieren Sie im Backend Ihres Shops zum Punkt „Einstellungen → Märkte → Preisportale → Exporte“. Wählen Sie den Tab „Neuer Export“ aus. Nun müssen ein paar Einstellungen festgelegt werden, die für die Datenübermittlung an Google wichtig sind.

Nicht alle Einstellungen müssen zwingend verändert werden. Ich gehe dennoch alle an dieser Stelle durch, damit Sie wissen, was eventuell in Ihrem individuellen System zu tun ist. Optionen, die in jedem Fall in diesem Schritt angepasst werden sollten, markiere ich Ihnen mit einem Sternchen (*).

Einstellungsmöglichkeiten

Datenformat*: Hier wählen Sie entsprechend des einzurichtenden Feeds „Google Base Deutschland“.

Name*: Den Namen des Exports können Sie frei wählen. Wenn Sie mehrere Exporte anlegen, rate ich zu einem selbsterklärenden Namen. So lassen sich die einzelnen Exporte in der Übersicht besser auseinanderhalten.

Auftragsherkunft*: Hier geben Sie an, welche Preissuchmaschine sie „füttern“ möchten. Das hat zur Folge, dass wenn jemand über (in diesem Fall) Google Shopping in Ihren Shop gelangt und etwas kauft, Sie dies in Ihren Aufträgen erkennen können. Für Google Shopping wählen Sie hier bitte „Froogle [7]“ aus. Froogle ist die ehemalige Bezeichnung von Google Shopping; wundern Sie sich also nicht über die ggf. ungewohnte Namensgebung.

Preisspalte: Wenn Sie unterschiedliche Preise definiert haben, können Sie hier auswählen, welcher Preis übertragen werden soll. Allerdings muss dieser Preis mit dem übereinstimmen, den ein beliebiger Besucher (so auch im Prüfungsfall Google) zu Gesicht bekommt. Andernfalls wird der Suchmaschinenbetreiber auf die Diskrepanz hinweisen und um Bereinigung bitten. Im Normalfall können Sie diese Einstellung also auf „Automatisch“ belassen.

Sprache*: Wenn Ihr Export anderssprachliche Kunden via Google Shopping bedienen soll, wählen Sie hier die entsprechende Sprache aus. Ja, das bedeutet im Umkehrschluss, dass für jede Sprache ein eigener Export angelegt werden muss.

Versandkosten übernehmen aus der Versandkostenberechnung: Hier müssen Sie nur Änderungen vornehmen, wenn Sie ein sehr komplexes Versandkostensystem hinterlegt haben. Im Normalfall sind hier keinerlei Änderungen notwendig.

Versandkosten überschreiben: Sollten Sie aus einem bestimmten Grund die Versandkostenangabe im Export unabhängig Ihrer sonstigen Konfiguration fest definieren wollen, können Sie hier den Haken setzen und den entsprechenden Preis hinterlegen. Das Zahlenformat erwartet zwei Nachkommastellen und einen Punkt als Trennzeichen statt eines Kommas. Bedenken Sie, dass hiermit keinerlei Abhängigkeiten mehr zu anderen Eigenschaften hergestellt werden können. Für alle Artikel gelten dann die hier eingetragenen Versandkosten.

URL-Parameter: Für die Marketingprofis gibt es hier die Möglichkeit einen Parameter an die Artikel-URLs anzuhängen. Dies kann genutzt werden, um bestimmtes Nutzerverhalten sichtbar(er) zu machen. Wie dies gemacht werden kann, würde den Rahmen dieses Beitrags allerdings sprengen. Kommen Sie im Einzelfall auf uns zu. Wir unterstützen Sie gern!

Cache-Datei generieren: Sie können das System anweisen über Nacht den Export bereits zu generieren und als Abbild zu hinterlegen. Das bedeutet, dass nicht bei jedem Aufruf der Export live generiert wird, sondern einmal täglich automatisch. Alle Änderungen, die Sie im Anschluss vornehmen, finden sich dann erst im nächsten Abbild wieder. Das hat Vor- und Nachteile. Ob Sie den Cache für den Export nutzen sollten, ist nur im Einzelfall zu beantworten. Folgende Faktoren spielen bei dieser Abwägung eine Rolle:

  • Wie oft nehmen Sie Änderungen an Ihrem Sortiment vor?
  • Wie viele Artikel befinden sich im betroffenen Sortiment?

Wenn Sie also täglich die Artikelpreise überarbeiten, weil sich das als für Ihren Fall wertvolles Marketing-Instrument erwiesen hat, kann es Sinn ergeben, den Cache nicht zu nutzen. Denn dann würde beim Übertragen der Daten an Google immer das zu diesem Zeitpunkt aktuelle Sortiment benutzt werden.
Haben Sie ein sehr großes Sortiment von mehreren tausend Artikeln, macht es wiederum Sinn, eine Cache-Datei zu generieren. Diese sorgt für eine rasche Übertragung an Google. Denn der Export muss nicht erst generiert werden, wenn Google ihn anfragt.
In manchen Fällen ist es ein schmaler Grat welche Entscheidung getroffen werden sollte. Wenn Sie sich nicht sicher sind, wenden Sie sich an unsere Experten. Wir stehen Ihnen mit Rat und Tat zur Seite.

Es gibt noch eine ggf. entscheidende Einschränkung seitens plentymarkets, die eventuell mit beachtet werden muss: Es ist nur für maximal 20 Exporte möglich eine Cache-Datei generieren zu lassen.
Wenn Sie also eine große Anzahl an Preisportalen bedienen – vielleicht auch in unterschiedlichen Sprachen – müssen Sie sinnvoll priorisieren.

In jedem Fall sollten Sie diese Option erst aktivieren, wenn Sie sich sicher sind, dass Ihr Export fehlerfrei funktioniert.

Nur Artikel mit Bildern*: Dies ist eine Art Pflichtoption, da Google vom Shop-Betreiber ein Artikelbild zwingend verlangt. Das macht auch Sinn, denn ein Suchergebnis ohne visuellen Eindruck kann nur von Nachteil sein. Setzen Sie den Haken nicht und haben Artikel im Export, die nicht über ein Bild verfügen, überträgt plentymarkets an dieser Stelle das von Ihnen gewählte Standardbild. Damit würden Sie sich negativ von anderen Suchergebnissen abheben. Die Wichtigkeit qualitativ hochwertiger und vor allem vorhandener Produktbilder steht außer Frage. Schließlich isst das Auge mit.

Nur Artikel mit Kategorie*: Auch hier sollte ein Haken gesetzt werden. Denn anhand der Kategorie wird Google die entsprechende Einordnung in die Taxonomie (siehe Schritt 1) mitgeteilt.

Nur Artikel mit Markierung: Wenn Sie die zu übermittelnden Produkte an dieser Stelle filtern möchten, können Sie dies über eine Markierung tun. Sie haben in plentymarkets die Möglichkeit, Artikeln Markierungen zuzuweisen. Sollten Sie dies getan haben, können Sie hier festlegen, welche Markierung angibt, dass die entsprechenden Produkte in den Export gelangen.

Mandant (Shop)*: Wählen Sie hier aus, welcher Shop (sofern Sie über mehrere verfügen) die Daten übermittelt. Wenn Sie vollkommen unterschiedliche Sortimente pflegen, sollten Sie hier auch entsprechend differenzieren. Haben Sie nur einen Shop oder ist die Produktpalette identisch, können Sie hier die Einstellung auf „Alle“ belassen. Ich empfehle Ihnen allerdings ruhig methodisch vorzugehen. Denn wenn Sie von Beginn an alle Shops separat voneinander behandeln, stellen Unterschiede keine Hürde mehr dar, wenn Sie dies noch ausbauen möchten.

Artikelauswahl: Hier können Sie auswählen, welche Artikel exportiert werden sollen, sofern Sie über mehr als 4000 Produkte verfügen. Denn dies stellt die maximale Anzahl pro Export dar. Wenn Sie also ein größeres Sortiment haben, müssen Sie es über diese Option auf mehrere Exporte splitten.

Bilder exportieren: Hier können Sie festlegen welches Bild eines jeden Artikels an Google übermittelt werden soll.

Artikelname: Sie haben in plentymarkets die Möglichkeit unterschiedliche Bezeichnungen für verschiedene Anwendungsbereiche als Artikelnamen zu hinterlegen. In Ihrem Shop macht es schon aus optischen Gründen keinen Sinn besonders inhaltsreiche Namen zu verwenden; für eine Produktsuche könnte es aber von Vorteil sein. Wählen Sie hier den Namen aus, der für den Export an Google verwendet werden soll.

Artikelbeschreibung: Wählen Sie hier den Text aus, der als Beschreibung an Google übermittelt werden soll. Zur Verfügung stehen Ihnen die Eingaben aus „Beschreibung“, „Vorschautext“ und „Technische Daten“. Die passende Wahl hängt von der Konfiguration Ihres Systems ab.
Die Länge des Textes sollten Sie, sofern Sie nicht zwingende Gründe für einen längeren Text haben, auf maximal 1000 Zeichen belassen. Google selbst empfiehlt eine Länge von 500 bis 1000 Zeichen. Maximal zulässig sind theoretisch bis zu 10.000 Zeichen.

Weiteres Vorgehen

Sobald Sie die Einstellungen getroffen haben, speichern Sie den Export ab. Nun können Sie ihn in der Übersicht per Klick auf das Pluszeichen öffnen. Prüfen Sie, ob alle Einstellungen korrekt gespeichert wurden. Es stehen nun auch weitere Felder zur Verfügung, die erst durch das Speichern als Resultat der Datenformat-Wahl hinzugefügt wurden:

Übersicht der Angaben im bestehenden Export für Google Products

Google Products Angaben beim Export

Im Bereich „GoogleProducts Einstellungen“ finden Sie nun verschiedene Optionen, die Ihren Export für Google aufbereiten. Diese sind weitestgehend selbsterklärend. „Google FTP-Benutzername“ / „Google FTP-Passwort“ dienen dem automatisierten Upload der Export-Datei zu Google. Die hier zu hinterlegenden Daten erhalten Sie über Ihr Merchant Center. Tragen Sie die Zugangsdaten erst ein und aktivieren Sie auch den Haken bei der Option „Automatisierter Upload (täglich)“ erst, wenn Sie bis Teil 4 dieser Reihe vorgedrungen sind. Denn auf dem Weg liegen noch ein paar Steine, mit denen man Google nicht zwingend „füttern“ sollte.

Ganz am Ende wird Ihnen nun der Link zum Export angezeigt. Mit Hilfe eines Klicks auf „Artikel jetzt exportieren“ laden Sie sich den aktuellen Export herunter. Bevor Sie bei Google den Feed als fertig einreichen, öffnen Sie die Datei und sehen Sie nach, ob alle gewünschten Artikel aufgeführt werden. Es handelt sich um eine Textdatei, die allerdings wie eine CSV-Datei formatiert ist. Sie können Sie also beispielsweise in Excel importieren, um sie leichter betrachten zu können. (Beachten Sie den Tabulator als Trennzeichen!)

Sollte Ihnen jetzt ein Export entgegenlächeln, der keinerlei Artikel enthält, gibt es zwei mögliche Ursachen dafür: Entweder haben Sie im Export verschiedene Filter eingestellt, wie zum Beispiel die Markierung, und es gibt keine passenden Artikel; oder aber Sie sollten sich Teil 3 dieser Serie ansehen.

Sollte Ihr Export jedoch alles enthalten, wie Sie es wünschen, wird Ihnen der nächste Teil dieser Reihe zwar aktuell nicht weiterhelfen (müssen). Aber ich lege Ihnen Teil 3 dennoch ans Herz. Dort widme ich mich eventuell auftretenden Problemen und deren Abhilfe.

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