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Die Google Search Console zur AdWords Optimierung nutzen

Für die Optimierung und den Ausbau eines Google AdWords Kontos ist das Ausfindigmachen der richtigen Keywords, die zu einer Interaktion des Nutzers mit der eigenen Seite führen, schlussendlich der wichtigste Erfolgsfaktor.

In unserem Blog Beitrag zu den AdWords Grundlagen wurden bereits die Grundlagen der Keyword Recherche vorgestellt, die maßgeblich über Erfolg oder Misserfolg einer Google AdWords Kampagne entscheidet. Die Keyword Recherche ist jedoch nie abgeschlossen, sondern auch nach dem Kontoaufbau ein wichtiger Punkt in der kontinuierlichen Optimierung des Google AdWords Kontos. Das können Sie sehr gut in unserem Beitrag 10 Steps der Google AdWords Optimierung unter Optimierung nach Suchanfragen nachlesen.

Eine weitere Quelle für neue Keyword Ideen bieten die Ergebnisse aus der organischen Suche. Nachdem Google diese Daten in Google Analytics nicht mehr zur Verfügung stellt, besteht die Möglichkeit, diese in der Google Search Console abzurufen.

Google Search Console

Die Google Search Console (früher Google Webmaster Tools) bietet Webmastern neben der Möglichkeit, das Abschneiden der eigenen Website in der organischen Suche zu bewerten, viele weitere hilfreiche Einstellungen. Seiteninhaber können schnell und einfach Ihre sitemap an den Google Index schicken, mit dem Tool „Abruf wie durch Google“ testen, wie Google eine URL auf Ihrer Website crawlt oder ob bestimmte Seitenressourcen, z.B. Bilder oder Skripte, für den Googlebot blockiert sind. Zudem informiert Google Seitenbetreiber durch die Search Console über mögliche Fehler auf der eigenen Seite, die das Ranking beeinflussen. Das sind nur einige Punkte, die aus Sicht der Suchmaschinenoptimierung (SEO) für das Einrichten der Search Console sprechen und sie zu einem wichtigen Tool für jeden Seiteninhaber machen.

Sollten Sie die Search Console noch nicht für Ihre Seite eingerichtet haben, können Sie das hier tun.

Für die AdWords Optimierung bietet das Verknüpfen der Search Console mit Analytics und AdWords nun die Möglichkeit nachzuverfolgen, welche Keywords in der organischen Suche eine gute Position haben, viele Klicks erzielen und liefert somit Keyword-Ideen, die bis dato vielleicht nicht in der bezahlten Suche (Google AdWords) berücksichtigt wurden.

Google Search Console in Analytics

In Google Analytics lässt sich schnell feststellen, ob die Google Search Console verbunden wurde. Wenn im Menü unter “Akquisition”>”Search Console”>”Suchanfragen” keine Daten sichtbar sind, fehlt die Verknüpfung und es gibt den Hinweis, dass die Datenfreigabe eingerichtet werden muss.

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Quelle: Google Analytics Interface

  • Folgen Sie einfach dem Link und Sie kommen zu den Property Einstellungen, in denen Sie die Search Console anpassen können.
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Quelle: Google Analytics Interface

  • Scrollen Sie nach unten zum letzten Punkt „Search Console anpassen“.
  • Anschließend kommen Sie zur Seite „Search Console-Daten in Google Analytics aktivieren“. Dort Sehen Sie nun die Website(s) aus Ihrem Search Console-Konto. Markieren Sie die Website, deren Daten Sie verbinden möchten und klicken Sie auf „Website zur Search Console“ hinzufügen.
  • Sie werden dann aufgefordert die Web-Property zu Google Analytics hinzuzufügen.
  • Danach müssen Sie noch einmal die Inhaberschaft bestätigen. Klicken Sie auf „Google Analytics“, was nun die empfohlene Methode ist.
  • Kehren Sie anschließend zu Google Analytics zurück und aktualisieren Sie die Seite im Browser. In den Property Einstellungen sehen Sie dann, dass die Datenansicht aktiviert ist.
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Quelle: Google Analytics Interface

Unter dem Punkt “Akquisition”>”Search Console”>”Suchanfragen” sehen Sie die Suchanfragen, über die Nutzer auf Ihre Website gelangen. Die Impressionen geben Auskunft, wie oft Ihre Website in den Suchergebnissen angezeigt wurde. Die Anzahl der Klicks bedeuten, wie oft auf Ihre Website bei diesem Keyword geklickt wurde. Neben den Suchanfragen gibt es ebenfalls eine Auswertung der Zielseiten, Länder und Geräte für die organische Suche. Die Auswertung der Länder kann Aufschluss darüber geben, welche Länder für eine Internationalisierung infrage kommen. Interessant ist darüber hinaus die Analyse der Gerätekategorien in der organischen Suche: Ist die Performance der organischen Suchanfragen ähnlich wie die Performance der bezahlten Anzeigen oder gibt es hier vielleicht Unterschiede?

Diese Daten können Sie nutzen, um zu überprüfen, ob Sie alle relevanten Keywords auch in der bezahlten Suche (Google AdWords) berücksichtigt haben.

Wichtig zu beachten: Die Search Console-Daten sind in der Search Console und in Google Analytics erst 48 Stunden später verfügbar, nachdem sie von der Search Console erfasst wurden. Zudem reichen die Daten in Google Analytics nur bis zu dem Erstellungsdatum der Analytics-Datenansicht zurück.

Google Search Console in AdWords

Google AdWords bietet seit einiger Zeit einen noch ausführlicheren Bericht, da hier die Daten aus der organischen Suche direkt denen aus der bezahlten Suche gegenübergestellt werden. So lässt sich noch schneller erfassen, welche Suchbegriffe aus der organischen Suche für die bezahlte Suche relevant sind.

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Quelle: Google AdWords Interface

Der Bericht stellt die Ergebnisse eines Keywords aus der organischen Suche denen aus der bezahlten Suche direkt gegenüber. Neben den Klicks und Impressionen werden ebenfalls die Klickrate (der Anteil an Impressionen, der zu Klicks geführt hat) und die durchschnittliche Position des Suchmaschineneintrags bzw. der Anzeige aufgeführt. Die zu einem Keyword gehörenden Daten sind jeweils in einer Spalte aufgelistet.

Der Bericht eignet sich hervorragend, um neue Keywords zu identifizieren, die nur zu organischen Klicks und nicht zu bezahlten Klicks führen. Auch schlechte Anzeigen erkennen Sie in dem Bericht: Anfragen mit einer niedrigen Anzahl bezahlter Klicks und einer hohen Anzahl organischer Klicks. Es lohnt sich diese Anzeigentexte zu überarbeiten, damit sie besser mit dem Ziel der Anfrage übereinstimmen oder, damit sich Ihre Anzeige von den Ergebnissen der organischen Suche unterscheidet.

Bericht zur bezahlten und organischen Suche in AdWords aufrufen

Um diesen Bericht in Ihrem Google AdWords Konto aufzurufen, ist ebenfalls die Verknüpfung des Google AdWords Kontos mit der Search Console erforderlich.

Loggen Sie sich in Ihr Google AdWords Konto ein. Klicken Sie im Menü “Mein Konto“, „Verknüpfte Konten”, auf der folgenden Seite wählen Sie bei “Search Console” den Link “Details anzeigen”. Jetzt kann über den Button „Neue Website verknüpfen“ die Website aus dem Webmaster-Tools-Konto verknüpft werden.

Falls Sie als Administrator des AdWords-Kontos nicht der Inhaber der Website sind, bekommt dieser nun eine Anfrage für die Zugriffsberechtigung zugesendet.

Es lassen sich mehrere Domains mit dem Google AdWords Konto verknüpfen. Das Filtern nach einzelnen Domains ist im Moment jedoch nicht möglich. Die Daten der organischen Suche beziehen sich dann dementsprechend auf beide Domains, beispielsweise auch auf die mobile Seite, falls diese ebenfalls verknüpft ist.

Zudem werden die organischen Daten nur rückwirkend bis zu dem Datum erfasst, an dem das AdWords-Konto mit der Search Console verknüpft wurde. Der Bericht enthält daher keine Daten aus der Zeit vor der Kontoverknüpfung. Beim Erstellen eines neuen Google AdWords Kontos am besten gleich die Verknüpfung mit der Google Search Console herstellen.

Aufruf des AdWords-Berichtes

Nach der Verknüpfung finden Sie den Bericht unter dem Tab “Dimensionen” und im dortigen Dropdown-Menü über den Eintrag „Bezahlte und organische Suche“.

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Quelle: Google AdWords Interface

Fazit

Es lohnt sich die Search Console möglichst früh mit dem Google AdWords Konto zu verknüpfen, damit später in dem Bericht ausreichend valide Daten zur Verfügung stehen. Der Bericht in Google AdWords eignet sich hervorragend für die übergreifende Auswertung von Daten der organischen und der bezahlten Suche (Google AdWords). Es lassen sich neue Keywords für Google AdWords identifizieren oder auch Keywords, deren Leistung im Vergleich zu den organischen Suchergebnissen schlechter sind und Optimierungspotential haben.

Die Verknüpfung der Google Search Console mit Google Analytics bietet einen ersten Einstieg in die Auswertung der organischen Suchanfragen und ist darüber hinaus für eine Auswertung der Zielseiten, Länder und Geräte, die in der organischen Suche am besten performen, interessant. Für eine tiefergehende Analyse der organischen Suchanfragen lohnt sich jedoch ein professionelles SEO Tool, mit dem Sie auch nachverfolgen können, mit welchem Keyword Sie sich auf welcher Position befinden.

Als Anhaltspunkt oder Ideengeben für die bezahlte Suche lohnt sich das frühzeitige Verbinden der Google Search Console mit dem Google Analytics und dem Google AdWords Konto.

 

Haben Sie Fragen zum Abrufen der einzelnen Berichte oder Anregungen, lassen Sie uns einfach einen Kommentar da!

 

 

 

 

 

 

Veröffentlicht von Silke Zink

Alle unsere Mitarbeiter sind AdWords-Spezialisten und setzen sich täglich mit viel Engagement für unsere Kunden und ihre Ziele ein. Dieser Beitrag wurde von Silke verfasst. Für ihre Kunden übernimmt sie jeden Tag den Aufbau der AdWords-Konten und das gesamte Kampagnen Management.

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