Smarketer - AdWords Agentur

Mehrere Währungen im Onlineshop tracken

Sie betreiben einen erfolgreichen Onlineshop für den deutschen Markt und möchten weiter expandieren?

Die komfortabelste und einfachste Möglichkeit ist im ersten Schritt das deutschsprachige Ausland. Hier wäre Österreich eindeutig die erste Wahl: deutschsprachig und der Euro als Währung. Einzig die Versandkosten unterscheiden sich ggf. von denen in Deutschland. Es bedarf keiner großen Umstellung.

Nach Österreich ist die Schweiz ein mögliches weiteres Land, welches zumindest sprachlich keinen großen Aufwand bedeutet. Die Schweizer können natürlich über die verschiedenen Zahlungsdienstleister auch in Euro zahlen. Schwierig wird es hier aber Google Shopping zu schalten, weil Google für die Shopping-Aktivität in den jeweiligen Ländern die Ziel-Seiten in einer der Landessprachen und Preise in der Landeswährung als Bedingung stellt. Ist dies nicht vorhanden, kann man Google Shopping nicht nutzen.

Für die Implementierung verschiedener Sprachen und Währungen gibt es bei den meisten Shop-Systemen Plug-Ins, Module usw., um die Umsetzung möglichst einfach zu gestalten.

Bei der Umsetzung werden dafür entweder mehrere Sprachen und Währungen unter einer Domain angeboten oder aber der Händler betreibt mehrere Einzelshops auf den entsprechenden Länder-Domains. Bei letzterem wird normalerweise für jede Domain ein separates Google Analytics Tracking mit entsprechend gewählter Währung genutzt. Jedoch fallen dabei höchstwahrscheinlich mehrfach Kosten für Domains, für die Shop-Software, Siegel und Zahlungsdienstleister an.

Wird die erste Möglichkeit gewählt und werden die Umsätze mit Analytics getrackt, so werden die Umsätze, besser gesagt, die Werte, die als Umsatz übergeben werden, von Google Analytics 1:1 übernommen. Dem E-Commerce Tracking von Google Analytics muss erst mitgeteilt werden, dass es sich um Umsätze in einer abweichenden Währung handelt. Solange das nicht gemacht wird, geht Google Analytics davon aus, dass die Währung der Umsätze der Währung in der Google Analytics Property entspricht. In diesem Fall wäre die Übernahme der Umsätze 1:1 auch völlig korrekt.

Heißt, wenn ein deutscher Kunde für 88,10 EUR im Shop einkauft, dann übergibt der Tracking-Code 88,10. Wenn ein Schweizer Kunde 75,45 CHF für einen Auftrag bezahlt, dann übergibt der Tracking-Code 75,45. Nun sind aber 75,45 CHF nicht 75,45 EUR. Wenn die Property in Google Analytics nun als EUR eingestellt ist und per Tracking-Code keine andere Information übergeben wird, dann geht Google Analytics davon aus, dass es sich bei den 75,45 um EUR handelt. In Wirklichkeit sind aber 75,45 CHF je nach Umrechnungskurs ungefähr 82,84 EUR.

Hier sind die Abweichungen zwar vorhanden, aber noch eher gering. Fatal wird das erst bei Währungen, bei denen der Umrechnungskurs 1:10 und mehr ist. Dann würde man in Google Analytics keinerlei aussagekräftigen Zahlen über den Umsatz erhalten und das Konto wäre praktisch unbrauchbar.

Code Anpassungen: Tracking Codes in Analytics

Google bietet hierfür aber eine Lösung an, auch wenn standardmäßig im Google Analytics Konto selbst. Nach mehr oder weniger intensiver Recherche findet man entsprechende Code-Anpassungen in der Google Analytics Hilfe.

Hierbei muss man wie immer bei Google Analytics zwischen dem asynchronen und Universal-Tracking Code unterscheiden und seit dem es das Enhanced E-Commerce gibt auch noch zwischen dem Standard-E-Commerce-Code und dem Enhanced E-Commerce.

Die am weitesten verbreitete Google Analytics Variante sollte aktuell das Universal-Tracking mit Standard-E-Commerce sein.

Das Standard-E-Commerce sieht wie folgt aus:

Weicht die Währung des Umsatzes im Shop von der Währung der Google Analytics Property ab, muss die Währung der jeweiligen Transaktion spezifiziert werden. Dies erreicht man mit der folgenden Code-Zeile:

Der angepasste E-Commerce-Tracking-Code sieht dann wie folgt aus.

Zusätzlich zur Transaktion muss die Währung auch noch bei den einzelnen Artikeln spezifiziert werden:

Siehe auch hier.

Wird das Enhanced E-Commerce Tracking verwendet, dann muss der Code wie folgt angepasst werden:

Siehe dazu auch hier.

Auch wenn das asynchrone Google Analytics Tracking nicht mehr offiziell von Google unterstützt wird und somit jedwede Anfrage vom Support geblockt wird, gibt es auch dafür die Möglichkeit die Währung mit zu übergeben.

Dazu muss folgende Zeile vor dem _trackTrans aufgerufen werden.

Auch hier nachzulesen.

Hierbei ist zu beachten, dass Google nicht den tagesaktuellen Umrechnungskurs nutzt, sondern laut dem Google-Support einen über die letzten 30 Tage gleitenden Umrechnungskurs nutzt. Der Umsatz in der im Online-Shop gewählten Währung wird umgerechnet und in der Google Analytics-Datenansicht in die Ziel-Währung umgerechnet und eingespeist.

Die Währung der Google Analytics-Datenansicht wechseln Sie übrigens unter Verwalten – Datenansicht – Einstellungen der Datenansicht – Währung angezeigt als:

Abb. 1: Einstellungen der Datenansicht in Google Analytics

 

Das Problem der Umrechnung gibt es nicht nur bei Google Analytics, sondern auch bei Google AdWords.

Anders als in Google Analytics existiert aber die Zeile für die Währung bereits, wird jedoch ansonsten nicht weiter beachtet.

Der AdWords-Conversion Code übergibt die Währung an zwei Stellen.

Für beide Trackings gilt, je nachdem mit welcher Währung beim Kauf gezahlt wurde, muss das entsprechende Währungskürzel ausgegeben werden. Das bedeutet, dass man eine zusätzliche dynamische Variable in den Tracking bzw. Conversion Code verbauen muss.

Wie die entsprechende Variable Ihres Shop-Systems heißt, entnehmen Sie bitte dem Handbuch Ihres Shop-Systems oder Sie wenden sich an die Shop-System-Agentur.

Damit Google die Währung auch korrekt erkennt, muss das Währungskürzel der Währung im Format ISO 4217 angegeben werden. Wird keines übergeben bzw. wird es nicht korrekt erkannt und dann verworfen, wird davon ausgegangen, dass es sich um die gleiche Währung handelt, die auch im Analytics-Konto bzw. AdWords-Konto hinterlegt ist.

Die bisher in Google Analytics erfassten Umsätze werden davon nicht berührt. Eine nachträgliche  Umrechnung von erfassten Umsätzen ist nicht möglich. Von daher empfiehlt es sich auf jeden Fall sorgsam bei der Umstellung zu sein und ggf. mit einer Test-Datenschicht parallel zu arbeiten, bis alles funktioniert und dann die Änderungen für die richtige Datenschicht vorzunehmen.

Aktuell unterstützt Analytics 31 Währungen:

Tabelle 1: Übersicht der unterstützten Währungen

 

 

Haben Sie bereits Erfahrungen mit Google Analytics und unterschiedlichen Währungen? Wie verlief bei Ihnen die Implementierung. Was hat geklappt? Was ging schief? Wir freuen uns über Ihre Kommentare. Vielen Dank.