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Smarketer auf der #cnight – Old Economy meets New Economy

Am Mittwoch, dem 05.11.2014, hatte die CDU in ihr Hauptquartier, das Konrad-Adenauer-Haus in Berlin, zu einer Debatte um die digitale Zukunft Deutschlands geladen. Mit dabei waren hochrangige Gäste aus der Politik wie Bundeskanzlerin Angela Merkel, Innenminister Thomas de Maizière & Peter Altmeier sowie namhafte Vertreter aus der Wirtschaft wie Eduard Sailer, Geschäftsführer des Traditionsunternehmens Miele & Oliver Samwer, selbsternannter Internetpate und Geschäftsführer des vor Kurzem an die Börse gegangenen Companybuilder Rocket Internet.

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Die #cnight wurde von der CDU zusammen mit dem Verein für Netzpolitik (http://c-netz.de/) unter dem Thema „Ecommerce“ veranstaltet. Dazu wurde eine spannende Debatte zwischen der Old- & New Economy organisiert, mittendrin unsere Bundeskanzlerin.

Die Veranstaltung begann mit einer routinierten Rede von Frau Merkel, welche stark von Floskeln geprägt war. Anschließend wurden aber Eduard Sailer & Oliver Samwer auf die Bühne gebeten, zusammen mit Moderator Cherno Jobaty. Spontan entschied sich Frau Merkel an der Diskussion teilzunehmen und stahl nach anfänglicher Zurückhaltung Jobaty fast die Show.

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Als Erstes kam Oliver Samwer zu Wort und sollte den Gästen schildern, woran es der digitalen Wirtschaft in Deutschland am meisten fehlt, was nach Oliver Samwers Meinung eindeutig Risikokapital sei. In den USA gäbe es 98% mehr Wagniskapital als in Deutschland und Finanzierungen von zum Beispiel 20 Millionen Euro, wie sie in Deutschland nur alle paar Monate vorkommen, gäbe es in den USA 20- bis 30-mal am Tag, so Samwer. Danach durfte Eduard Sailer ein paar Worte zum Gründertum in Deutschland sagen und schnell war klar, dass hier zwei Welten aufeinander treffen. Sailer bezeichnete Miele als „115 Jahre“ altes Startup und gab zu verstehen, dass in seiner Firma Projekte auch mal bis zu 10 Jahre dauern können, ganz anders als in jungen digitalen Unternehmen.

Oliver Samwer musste während des Gespräches immer wieder Seitenhiebe der Kanzlerin verkraften. Zum Beispiel wollte Frau Merkel nicht verstehen, wie Unternehmen wie Zalando über Jahre keine schwarze Zahlen schreiben können und dass die Unternehmen von ihm oft und früh verkauft werden, anstatt langfristig zu handeln. Zusätzlich lobte Sie Unternehmen wie Miele mit langer Tradition, die sich von selbst ohne hohes Kapital von außerhalb aufgebaut haben.

Oliver Samwer verteidigte sich, dass er schon seit 1998 im Internet tätig sei und Unternehmen verkauft um andere, noch größere zu bauen. Ebenso sei es ohne Risikokapital & hohe Investitionen nicht möglich die neuen Miele 2.0 des Internets zu bauen.

Was genau fordere ein Oliver Samwer denn nun von der Politik, wollte Frau Merkel wissen. Samwer fasste seine Forderungen in 3 wesentlichen Punkte zusammen:

  1. Subvention von Risikokapital
  2. Leichteres herholen ausländischer Fachkräfte
  3. Den Gründergeist stärker in der Schule bzw. Universität fördern

Langsam wird klar, dass uns jedoch mehr als politische/bürokratische Themen von den Amerikanern unterscheiden. Deutschland hat einfach eine ganz andere kulturelle Einstellung zu Unternehmensgründungen, was die vielen großen und traditionsreichen Unternehmen belegen, sowie eine Aversion gegenüber Risiko und Versagen in der Geschäftswelt.

Einen Mitschnitt der Diskussion gibt es auf YouTube:

Christopher Rohs

Veröffentlicht von Christopher Rohs

Alle unsere Mitarbeiter sind AdWords-Spezialisten und setzen sich täglich mit viel Engagement für unsere Kunden und ihre Ziele ein. Dieser Beitrag wurde von Christopher verfasst, der Smarketer schon seit der ersten Stunde begleitet. Als Head of SEA betreut er eigene Kunden, setzt sich mit strategischen Fragen auseinander und sorgt für eine innovative Prozessentwicklung und Prozessoptimierungen.

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