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AdWords News 02/18 – E-Privacy Verordnung & Co.

In der aktuellen News-Ausgabe erhalten Sie eine Zusammenstellung von Neuigkeiten rund um das Thema Google AdWords und weitere Online Marketing News.

E-Privacy Verordnung = Umsatzeinbußen für Werbebranche? | Q4 2017-Werbeausgaben Google, Bing & Yahoo | AdWords Rezensionserweiterung wird abgeschafft | Pagespeed Tool verbessert | Google Search Console wird erneuert | Neue Keyword-Funktionen in der AdWords-App | Verschärfte Regeln für Werbung bei YouTube | Bumper Ads Update | Google Chrome filtert störende Werbeformate aus | Google-User bekommen mehr Kontrolle über die Ausspielung von Reminder-Ads | Google Academy for Ads | Menüs in Google My Business | Argumente für Bing und Updates

E-Privacy Verordnung = Umsatzeinbußen für Werbebranche?

Im Mai 2018 tritt eine neue EU-Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) in Kraft. Diese soll dem Verbraucher Kontrolle über seine privaten Daten geben, was in der Online-Werbebranche ungute Gefühle und Befürchtungen auslöst. Einen noch größeren Einschnitt für die Werbebranche stellt jedoch die E-Privacy Verordnung dar, die nach der DSGVO folgen soll. Wird die E-Privacy wie geplant umgesetzt, geht die Organisation der Mediaagenturen (OMG) davon aus, dass mit etwa 30% Umsatzeinbußen im digitalen Werbemarkt zu rechnen ist. Im Detail müssen bei der neuen Verordnung Cookies und Tracking ausgeschaltet werden, was besonders das gezielte (Re-)Targeting einschränkt. Die Relevanz und Qualität der Display-Werbung wird dadurch beeinträchtigt und erschwert die Leistungsmessung der Werbenden.

Q4 2017-Werbeausgaben Google, Bing & Yahoo

Bing und Yahoo verzeichnen einen Anstieg um 32% der Ausgaben für Suchanzeigen gegenüber dem Vorjahr. Bei Google hingegen ist seit dem dritten Quartal ein leichter Rückgang zu erkennen.

Insgesamt sank die Anzahl der Klicks um 9% im Q4 2017. Grund ist der Anstieg der durchschnittlichen Kosten pro Click (CPC), welche um 14% gegenüber dem Vorjahr wuchsen. Trotz weniger Klicks stiegen die Ausgaben im Jahresvergleich somit um 24%.

Die Ausgaben für Shopping-Anzeigen nehmen bei Google & Bing weiterhin stetig zu. Google Shopping verzeichnet demnach im 4. Quartal einen Anstieg um 32%, Bing-Produktanzeigen sogar um 62%.

AdWords Rezensionserweiterung wird abgeschafft

Die Rezensionserweiterung wurden seit Januar als Anzeigenerweiterung leider deaktiviert. Bisherige Einträge bzw. Leistungsdaten werden sogar aus den Accounts entfernt. Warum Google diesen Schritt macht, wurde nach unserem Wissen noch nicht offiziell bekanntgegeben.

Pagespeed Tool verbessert

Das Googles Pagespeed Insights Tool zeigt an, wie schnell eine mobile Seite im Vergleich zu anderen lädt. Es wurde jedoch schon länger bemängelt, dass die Werte kaum den realen Ladezeiten entsprechen. Nun hat Google das Tool überarbeitet und entnimmt die Daten jetzt dem Chrome-User-Experience-Bericht, sofern dieser verfügbar ist.

Verschiedene Auswertungen wie Geschwindigkeitswert, Optimierungsfaktor, Seitenaufbauverteilung, Seitenstatistiken und Optimierungsvorschläge werden dort übersichtlich angezeigt.

Google Search Console wird erneuert

Mit der Einführung der neuen Adwordsoberfläche wurde auch die Google Search Console komplett erneuert. Mit dabei sind alle Daten zur Indexierung der Website sowie auch der neuen AMP Seiten. Die Daten werden nach und nach von der alten Version in die neue Search Console übertragen.

Neue Keyword-Funktionen in der AdWords-App

Um ein Keyword hinzuzufügen, muss man nun einfach auf den neuen runden blauen „plus“-Button klicken, der in der rechten unteren Ecke eurer App erscheint.

Keywords können nach dem Update selbstverständlich auch pausiert werden, ihr Match-Typ geändert oder aktiviert werden. Die manuell eingestellten Gebote können über die App geändert und Leistungsprognosen abgerufen werden.

Verschärfte Regeln für Werbung bei YouTube

Seit dem 20. Februar 2018 muss ein YouTube-Kanal mindestens 1.000 Abonnenten haben und im Laufe der letzten 12 Monate über 4.000 Stunden Gesamtsehdauer verfügen, um mit der Videoplattform Geld zu verdienen.

Weitere Änderungen betreffen auch das Google Preferred Program, bei dem Google es Marken ermöglicht, ihre Werbung in den populärsten YouTube-Kanälen zu platzieren. Die speziellen Werbeanzeigen bei den Top-YouTubern werden künftig nicht mehr automatisch geschaltet, sondern erst dann, wenn Videos von YouTube als unbedenklich und für Werbung geeignet eingestuft wurden. Zudem macht YouTube einen Schritt auf Werbetreibende zu und will diesen mehr Mitspracherecht und Transparenz über die Platzierung Ihrer Werbung geben.

Bumper Ads Update

Für das Youtube Werbeformat der Bumper Ads gibt es ein kleines Update im Bereich Reporting. „Drawer open“-Engagements, also jene Aktionen, mit der User per Mouse Over mit Werbeanzeigen interagieren, waren bisher nicht Bestandteil der Interaktionsspalten. Ab Mitte Februar 2018 werden diese Daten in die Interaktionen und Interaktionsrate mit einfließen. Um eine bessere Vergleichbarkeit und Entwicklung der Performance zu gewährleisten, werden die Daten bis zu 2 Jahre rückwirkend integriert.

Google Chrome filtert störende Werbeformate aus

Ab Mitte Februar blockiert Google störende Werbeformate in seinem Chrome-Browser Version 64. Ursächlich dafür sind unter anderem der Schutz der User trotz einer Sicherheitslücke sowie negative Nutzererfahrungen. Betroffen sind von der Maßnahme bestimmte Autoplay-Inhalte und unerwünschte Weiterleitungen.

Google-User bekommen mehr Kontrolle über die Ausspielung von Reminder-Ads

Gleich zwei Updates sollen für mehr Relevanz bei den eingeblendeten Anzeigen sorgen. Zum einen können nun Reminder-Ads einzelner Anbieter im Google-Konto ausgeschaltet werden.

Wollen Sie Reminder-Ads bestimmter Anbieter ausblenden, gehen Sie einfach in Ihrem Google-Konto zu den „Einstellungen für Werbung“. Falls das Feature bereits für Sie verfügbar ist, können Sie hier „Meine Anzeigen für gesehene Angebote“ sehen und bestimmte Anbieter für mindestens 90 Tage blockieren. Über die nächsten Wochen und Monate soll die Funktion auf YouTube, Suche und Gmail erweitert werden.

Zum anderen soll verstärkt die Möglichkeit geboten werden, Anzeigen zu blockieren – und das geräteübergreifend. In der Regel wird mit einem X-Symbol oben rechts bei Googles Display-Anzeigen die Möglichkeit geboten, diese zu schließen und zu blockieren. Bislang war dies jedoch auf das momentan genutzte Gerät beschränkt.

Google Academy for Ads

Seit Dezember liegen die Google Partner-Prüfungen und -Zertifizierungen auf der neuen Plattform Google Academy for Ads. Prüfungen bestehen seitdem nur noch aus 65 Fragen und stellen seit neuestem auch eine Auswertung der fehlerhaften Antworten bereit.

Menüs in Google My Business

Gute Neuigkeiten für Restaurants: Neuerdings können Menüs direkt in Google My Business eingepflegt werden. Angezeigt wird dieses dann in den mobilen Suchergebnissen der Nutzer mit Titel, Beschreibung und Preis. Leider ist das Feature derzeit nur auf dem englischsprachigen Markt verfügbar.

Sechs gute Argumente für Bing Ads

  1. Nicht jeder benutzt Google
  2. Einfacher Import von Kampagnen aus Google AdWords
  3. Starke Bing-Partnerprogramme
  4. Erweitertes Device Targeting
  5. Niedrigere CPCs
  6. Bing behandelt negative Schlüsselwörter unterschiedlich

Bing Ads: Segmentierung nach Zielgruppen möglich

Bing arbeitet fleißig an benutzerdefinierten Zielgruppen (Custom Audiences) und kaufbereiten Zielgruppen (In-Market Audiences). Seit Ende Januar ist nun die Segmentierung nach Zielgruppen ausgerollt. Es kann entweder nach Zielgruppennamen oder -kategorien (Remarketing, Custom Audiences …) segmentiert werden. Der Tab ist auf sechs Ebenen verfügbar: Account, Kampagnen, Anzeigengruppen, Anzeigen, Keywords und sogar Anzeigenerweiterungen.

Verwaltungskonto oder Multi-User Access ist bei Bing verfügbar

Multi-User Access ermöglicht es Benutzern, eine E-Mail und ein Passwort zu haben, um auf alle von ihnen verwalteten Bing Ads-Konten zuzugreifen. Durch die einmalige Anmeldung wird das Umschalten zwischen verschiedenen Clients weiter vereinfacht, ohne dass mehrere Anmeldungen erforderlich sind.

Wenn Sie derzeit über mehrere Anmeldungen auf Konten zugreifen, können Sie sich an den Bing Ads-Support wenden, um diese unter einem Login konsolidieren zu lassen. Oder Sie können einfach damit beginnen, Einladungsanfragen von Benutzern für das gewünschte Login anzunehmen.

Bing Hotel Ads aus der Beta Version

Nachdem Hotel Ads letztes Jahr in der Beta Version von Bing ausgespielt wurden, gehen die Anzeigen nun in das Standardrepertoire über. Wie auch bei der Google Hotelsuche funktioniert die Suche durch eine Eingabemaske für Ort und Daten. Dann können die Ergebnisse nach besten Treffern oder auch Preisen sortiert werden. Die Daten werden vom Werbenden über einen XML Feed mit Daten wie dem Hotelnamen, Adresse und Kontaktdaten hochgeladen. Es wird dafür einen extra Kampagnentyp geben, ähnlich dem von Google Shopping.

Bing Ads Appointment Booking

Bing hat eine neue Funktion zu ihrem lokalen Wissenspanel hinzugefügt, die es Suchern ermöglicht, Termine direkt über Bing zu buchen, anstatt das Unternehmen selbstständig zu kontaktieren.

Bing Ads Coupon Carousels

Bing hat das Coupon Carousel sehr prominent zu den Suchergebnissen hinzugefügt und dabei zahlreiche der bekannteren Couponseiten für verschiedene Händlersuchen hervorgehoben. Es wird sowohl für den „Händlernamen“ + „Coupons“ als auch nur für den Händlernamen allein in der Suche gezeigt.

 

Liesa Schulz

Veröffentlicht von Liesa Schulz

Alle unsere Mitarbeiter sind AdWords-Spezialisten und setzen sich täglich mit viel Engagement für unsere Kunden und ihre Ziele ein. Dieser Beitrag wurde von Liesa verfasst. Für ihre Kunden übernimmt sie jeden Tag den Aufbau der AdWords-Konten und das gesamte Kampagnen Management. In unserer News-Gruppe informiert sie unsere Leser über alle wichtigen Neuigkeiten aus dem Online Marketing.

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