Ads Blog

ADS NEWS – Quellensteuer, Neue Metriken, Product Card Buttons, Update Sitelink Anforderungen & Co.

15% Quellensteuer auf Google Werbekosten | Neue Metrik in Google Ads: Click Share | Paralleles Tracking für Display und Video Ads ab Mai 2019 | Neue Gebotsstrategie: Conversion maximieren TrueView for Action Ads | Google integriert Youtube in sein Suchpartner-Netzwerk | Die Metrik der „durchschnittlichen Position“ wird entfernt | Google Call-Only-Anzeigen werden mit mehr Zeichen „erweitert“ | Product Card Buttons erscheinen bei der Desktop-Suche | Google Mobile Speed Scores für mehr Landing Pages

15% Quellensteuer auf Google Werbekosten

In der vergangenen Woche gab es größere Aufregung bei Google Ads Nutzern aufgrund einer Meldung der Wirtschaftswoche und Frontal 21 bezüglich der Quellensteuer. Da der der Unternehmenssitz von Google für europäische Belange in Dublin liegt, hat der deutsche Staat nicht die Möglichkeit Google‘s Umsätze zu besteuern. Verhandlungen auf europäischer Ebene kommen bisher nicht voran.

Das Finanzamt in München hat daher die Idee, die Steuern indirekt eintreiben zu lassen und schickt Bescheide über eine 15-prozentige Quellensteuer auf Google Ads Werbekosten an Unternehmen – und dies rückwirkend für sieben Jahre. Andere Regionen verschickten ähnliche Bescheide heraus. Das Ziel der Steuerbehörden ist, dass die betroffenen Unternehmen sich die Beträge von Google zurückholen und damit die Steuern für Deutschland nachträglich eintreiben. Betroffene Unternehmer sollten sich rechtlich beraten lassen, um bei Eingang solcher Forderungen angemessen reagieren zu können.

Neue Metrik in Google Ads: Click Share

Vor kurzem verkündete Google die Ergänzung der Metrik „Click Share“/ „Anteil an möglichen Klicks“. In Kürze wird diese Metrik in sämtlichen Suchkampagnen zur Verfügung stehen. Diesen Messwert gibt es bisher schon, aber nur für Shopping-Kampagnen. Das bietet jedem Ads-Nutzer in Kombination mit anderen Metriken interessante Einblicke in die Performance der Textanzeigen im Vergleich zur Konkurrenz.

Der Anteil an möglichen Klicks reiht sich in die vorhandenen Wettbewerbsmesswerte in Google Ads ein. Im Zusammenspiel mit dem Anteil an möglichen Impressionen ergeben sich drei verschiedene

Szenarien, man beobachten kann:

Niedriger Click Share und hoher Impression Share: Die Anzeigen scheinen für die Nutzer wenig relevant zu sein, trotz eines hohen Budgets und eines hohen CPCs. Hier könnte man die Anzeigentexte oder -erweiterungen überarbeiten bzw. die Ausrichtung überdenken.

Hoher Click Share und niedriger Impression Share: Die Anzeigen sind sehr relevant, aber die Gebote und/oder das Budget scheinen zu niedrig. Da das mit Sicherheit Googles Lieblingskombination ist (= potenziell mehr Geld für Google), lohnt sich bei diesem Szenario trotzdem ein Blick in die Ausrichtungen. Oder vielleicht wirbt ein Wettbewerber momentan bei diesem Begriff besonders aggressiv?

Click Share und Impression Share auf gleichem Niveau: Hier besteht kein akuter Handlungsbedarf. Insgesamt sollte man aber einen hohen Click Share anstreben, um die Relevanz der eigenen Anzeigen auf einem hohen Niveau zu halten.

Paralleles Tracking für Display und Video Ads ab Mai 2019

Bereits letztes Jahr hat Google die Ausweitung des parallelen Trackings für Display und Video Kampagnen für Winter/Frühjahr 2019 angekündigt. Mit der Verfügbarkeit ab Mai wird das parallele Tracking für alle Display und Video-Kampagnen ab 31.07.2019 dann zur Pflicht. Bereits letztes Jahr rollte Google paralleles Tracking aus. Allerdings betraf es in diesem Falle nur Kampagnen im Suchnetzwerk und Shopping.

Paralleles Tracking ist interessant für Nutzer von Third-Party Tracking Tools und Trackingvorlagen. Durch dessen Nutzung wird die Ladegeschwindigkeit der angesteuerten Landingpages, bei Klick auf eine Anzeige, nicht beeinflusst. Das URL-Tracking ist outgesourced, da der User direkt zur gewünschten URL geleitet wird

Neue Gebotsstrategie: Conversion maximieren TrueView for Action Ads

Wer die Gebotsstrategie Conversion maximieren schon bei Search Kampagnen kennen und lieben gelernt hat, wird sich über das Update im Bereich Video TrueView for Action Ads freuen. Ähnlich wie bei Search Kampagnen empfiehlt Google den Einsatz der Gebotsstrategie, wenn die Mindestanforderungen zur Nutzung von Ziel CPA nicht ausreicht oder die TrueView for Action neu im Kampagnenportfolio haben. Auch hier gilt dennoch der Hinweis, dass die Kosten schnell ansteigen können, gerade wenn das Tagesbudget noch nicht ausgereizt worden ist.

Google integriert YouTube in sein Suchpartner-Netzwerk

Google Textanzeigen können nun auch auf YouTube Suchergebnissen angezeigt werden. Mit der Einführung der Funktionen wie Standorterweiterungen und Call-to-Action in True View for Action Ads haben YouTube Anzeigen bereits Leistungselemente, die auch in der traditionellen Suchmaschinenwerbung zum Einsatz kommt. Nun können Textanzeigen auf den YouTube Suchergebnissen erscheinen (aktuell ausschließlich auf dem Handy) wenn Benutzer auf der Videoplatform nach Schlüsselwörtern suchen. Für die Suche müssen hier die Suchpartner zuvor ausgewählt worden sein.

Die Metrik der „durchschnittlichen Position“ wird entfernt

Google hat angekündigt einer seiner ältesten Metriken („durchschnittliche Position“) noch Ende dieses Jahres zu entfernen. Grund dafür sei die zurückgehende Bedeutung der Kennzahl hinsichtlich Optimierungsentscheidungen. Werbetreibende sollen hierbei Ihren Fokus zukünftig mehr auf die neuen Metriken legen, welche von Google eingeführt wurden: “Impression (Absolute Top) %,” “Impression (Top) %,” “Search absolute Top Impression Share” and “Search (Top) IS.”

Durch diese bekommen Werbetreibende eine Übersicht über die Häufigkeit, mit der die Anzeigen oben auf der Seite erscheinen, wann sie eine Impression bekommen und welchen Anteil an all den Top-Seitenimpressionen ihnen zugeschrieben werden kann. Somit bieten sie weitaus bessere Daten hinsichtlich des Brandings als ihr Vorgänger und können Werbetreibenden somit einen Mehrwert bieten. Welche und ob es überhaupt Auswirkungen aufgrund dieser Neuerung geben wird bleibt abzuwarten.

Google Call-Only-Anzeigen werden mit mehr Zeichen „erweitert“

Nun kann man auch bei den Call-Only-Anzeigen mehr Text hinzufügen. Statt einer einzigen Überschrift mit 25 Zeichen stehen nun zwei Überschriften mit je 30 Zeichen zur Verfügung. Ebenfalls werden die Beschreibungen von 80 auf 90 Zeichen erweitert. Eine weitere Änderung ist die Verschiebung des Unternehmsennamens in die Beschreibungszeile, wodurch der Markenname auf dem ersten Blick nicht so ersichtlich ist wie zuvor. Wie sich diese Neuerungen zukünftig auf die Conversion Rate auswirken wird bleibt abzuwarten.

Product Card Buttons erscheinen bei der Desktop-Suche

Das Google Shopping-Produktpanel fügt die Optionen „Details“, „Bewertungen“ und „Geschäfte“ hinzu. Google hat der kartenartigen Produktlistungsanzeige auf der rechten Schiene der Desktop-Websuchoberfläche Schaltflächen hinzugefügt. Wenn Sie auf diese Schaltflächen klicken – für „Details“, „Bewertungen“ und „Stores“ – werden weitere Details über den Suchergebnissen angezeigt. Die Funktionen sind, ähnlich wie bei der mobilen Suche von Google, aber die Oberfläche ist neu und unterscheidet sich von der Desktop-Suche. Produkt-Schaltflächen: Die Schaltflächen werden angezeigt, wenn Google Ihnen eine Google-Shopping-Karte oder ein Panel auf der rechten Seite der Desktop-Suchergebnisse anzeigt. Sie können es z.B. durch die Suche nach [iphone xr] oder ähnliche Abfragen auslösen.

Jetzt haben Suchende eine neue Möglichkeit, Produkte innerhalb der Websuche nach Google Shopping-Ergebnissen zu finden. Diese Änderungen können sich auf Ihre Umsätze auswirken, also behalten Sie Ihre Analysen im Auge, um zu sehen, ob Sie Änderungen an Ihren Einnahmen aus Google feststellen.

Google Mobile Speed Scores für mehr Landing Pages

Seit kurzem können sich Werbetreibende die Ladegeschwindigkeiten von mehr mobilen Zielseiten im Google Ads Interface anzeigen lassen. Durch ein mobile Speed Score Update kann nun eine Punktzahl auf der Werbekonsole generiert werden, ohne dass wie bisher so viele Werbeklicks notwendig sind.

Die mobile Ladegeschwindigkeit wird auf einer 10-Punkte-Skala bewertet, wobei 10 die schnellsten sind. Seitenladegeschwindigkeit und potenzielle Konversionsrate sind zwei der Faktoren, die zur Bestimmung der Punktzahl herangezogen werden. Wie allgemein bekannt, können langsame Landing Pages Nutzer frustrieren.

Update Sitelink- Anforderungen

Google hat bereits zum 19.02.2019 seine Sitelink Anforderungen geändert. Demnach dürfen Sitelinks nicht mehr auf eine andere Domain leiten, als die Anzeige selbst. Wenn der Sitelink Text beschreibt, wohin geleitet wird, macht Google allerdings Ausnahmen.

Jetzt kostenlosen Google Ads Check anfordern!
Krystyna Sokhanych

Veröffentlicht von Krystyna Sokhanych

Alle unsere Mitarbeiter sind Google Ads Spezialisten und setzen sich täglich mit viel Engagement für unsere Kunden und ihre Ziele ein. Dieser Beitrag wurde von Krystyna verfasst. Für ihre Kunden übernimmt sie jeden Tag den Aufbau der Google Ads Konten und das gesamte Kampagnen Management.

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.


Zur Werkzeugleiste springen