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Local Inventory Ads – So richten Sie sie ein!

Neun von zehn Google-Nutzern recherchieren regelmäßig nach lokalen Angeboten im stationären Handel, die Hälfte stellt Suchanfragen zu Einzelhändlern mit dem Smartphone. Dass sich Online und Offline

Local Inventory Ads von Google bieten Einzelhändlern die Möglichkeit, online sichtbar zu werden und Kunden anschließend auf dem “offline” Weg in ihre Ladengeschäfte zu locken. Wenn ein potenzieller Kunde auf eine lokale Anzeige klickt, wird er auf eine sogenannte Local Storefront Seite weitergeleitet, wo ihm zusätzliche Informationen, z.B. lokale Öffnungszeiten und eine Wegbeschreibung zum nächsten Store angezeigt werden. Das Besondere: Die lokalen Anzeigen werden lediglich den Usern angezeigt, die sich in der Nähe des Stores befinden. Und noch etwas: Local Inventory Ads können auch von Einzelhändler genutzt werden, die keinen Onlineshop betreiben.

Für die lokalen Anzeigen entstehen genau wie bei den herkömmlichen Google Shopping Ads Kosten pro Klick. Für  Händler gibt es zum einen den Vorteil, dass den Nutzern in der Google Suche angezeigt werden kann, dass der von ihnen online gesuchte Artikel im Laden auf Lager ist. Zum anderen wird durch die Anzeigen eine digitale Präsenz des Ladengeschäfts geschaffen. Außerdem kann die Leistung der Anzeigen in Bezug auf die Besuche und Verkäufe gemessen werden.

Oft finden Local Inventory Ads im Einzel- und Lebensmittelhandel, bei Restaurants, Autohäusern und Dienstleistern Verwendung.

Benötigte Google Konten

Um Local Inventory Ads nutzen zu können werden drei Konten benötigt: Das Merchant Center Konto, das Google My Business Konto und ein Google Ads Konto. Um die Einrichtung zu erleichtern, empfehlen wir die gleiche E-Mail Adresse für alle Google Konten zu verwenden. Das Merchant Center wird zur Verwaltung der Product-Feeds und der Inventar-Daten benötigt. In Google My Business müssen Angaben wie Standort oder Öffnungszeiten eingepflegt werden. Das Google Ads Konto wird zur Erstellung und Steuerung der Kampagne benötigt. Diese drei Konten müssen untereinander verknüpft werden und im Merchant Center die Local Inventory Ads aktiviert werden. Außerdem ist es notwendig ein Impressum einzureichen, das von Google geprüft wird.

Aktivierung von Local Inventory Ads im Merchant Center

Bevor man Local Inventory Ads nutzen kann, müssen diese im Merchant Center aktiviert werden. Dafür im Merchant Center anmelden und auf das 3- Punkte-Symbol in der oberen, rechten Ecke klicken. Dort auf Merchant Center-Programme klicken (nur als Nutzer mit Adminrechten möglich) und im nächsten Schritt Anzeigen mit lokalem Inventar starten.

Richtlinien für Local Inventory Ads

Um erfolgreich Anzeigen mit lokalem Inventar auszuliefern, müssen generell die allgemeinen Richtlinien für Shopping-Anzeigen eingehalten werden. Bei den Versandbestimmungen sowie Zahlungsmittel gibt es jedoch Abweichungen. So muss zum einen auf der Website keine Zahlungsmethode angegeben werden und zum anderen Bedarf es keine Versandinformationen, da die Produkte direkt aus der Filiale abgeholt und bezahlt werden.

Außerdem müssen noch folgende Einschränkungen beachtet werden:

  • Es muss ein physischer Standort existieren, an dem Kunden den gewünschten Artikel erwerben können.
  • Bei Artikel, die nur für Mitglieder eines Klubs oder des Geschäfts sind, muss im Titel des Artikels oder im Werbetext darauf hingewiesen werden.
  • Es können keine Anzeigen mit lokaler Produktverfügbarkeit verwendet werden, wenn in dem Geschäft vorwiegend Artikel verkauft werden, die gegen die Inhaltsrichtlinien für Shopping-Anzeigen verstoßen.
  • Der Parameter lsft darf nicht dazu verwendet werden, die personenbezogenen Daten oder andere Daten, die von Google mit personenbezogenen Daten in Verbindung gebracht werden können, nachzuverfolgen, zu erfassen oder hochzuladen. Dazu zählen beispielsweise Namen, E-Mail-Adressen und Zahlungsinformationen. Des Weiteren ist es nicht gestattet, diese Verwendung des Parameters Dritten zu genehmigen.
  • Wenn ein Dienst eines Drittanbieters verwendet wird, um Anzeigen mit lokaler Produktverfügbarkeit zu tracken, darf keiner der Personen die Informationen von Nutzern, die mit Ihren Anzeigen auf Google interagieren, für die Erstellung von Ausrichtungssegmenten oder zu Remarketing-Zwecken verwenden. Speicherung von Browser- oder Gerätedaten ist ebenfalls unzulässig.
  • Sie müssen sich in dem Land aufhalten, auf welches die Anzeigen ausgerichtet sind.

Aktualität des Warenbestands

Die Aktualität des Warenbestands ist für erfolgreiche Local Inventory Ads essenziell. Denn für jeden Kunden ist es sehr ärgerlich, wenn er wegen einer Anzeige in den Laden kommt und dann feststellt, dass das Produkt gerade nicht auf Lager ist. Daher sollten die Feeds regelmäßig geupdated werden.

Für eine hohe Aktualität der Produktinformationen, sollten die Datenfeeds so oft wie möglich hochgeladen werden. Google empfiehlt bei allen drei lokalen Feeds die folgende Mindesthäufigkeiten von Uploads.

  1. Lokal erhältliche Produkte: Mindestens einmal pro Woche
  2. Lokales Produktinventar: Mindestens einmal pro Tag
  3. Aktualisierung des lokalen Produktinventars: nach Bedarf

Prüfung des Inventars durch Google

Nachdem die Feeds bzw. die Produktdaten bei Google eingereicht wurden, kann eine Inventarüberprüfung eingeleitet werden. Auf diese Weise wird geprüft, ob die eingereichten Daten mit dem tatsächlichen Produktsortiment übereinstimmen. Durch beispielsweise einen Ladenbesuch eines Mitarbeiters oder per Telefon erfolgt die Überprüfung von Google. Die Prüfung muss aktiv über das Merchant Center angefordert werden. Für die Verifizierung muss ein Kontakt hinterlegt werden, über den er Verifizierungsprozess abläuft. An dieser Stelle eignet sich eine Person, die vor Ort ist oder einen Überblick über den aktuellen Warenbestand hat.

Als letzter Schritt müssen Local Inventory Ads in der Shopping Kampagne aktiviert werden. Dafür auf die Shopping Kampagne gehen > Einstellungen für Shopping-Kampagnen > Weitere Einstellungen > Lokale Produkte und klicken Sie auf das Kästchen neben Anzeigen für Produkte aktivieren, die in Geschäften vor Ort verkauft werden und anschließend auf Speichern. Falls noch keine Shopping Kampagne vorhanden ist, muss selbstverständlich erst eine erstellt werden.

Fazit:

Vor allem Multi-Channel-Spezialisten nutzen Local Inventory Ads bereits erfolgreich. Mittelständler und kleinere Unternehmen hadern jedoch oftmals noch bei der Implementierung mit den Anforderungen. Vor allem die Digitalisierung der Produktinformationen und die Bereitstellung von aktuellen Warenbestandsangaben haben sich hier als die größten Herausforderungen herauskristallisiert. Nichtsdestotrotz bringt diese Werbeformat viel Bewegung ins Online-Offline Marketing und trägt zu einem großen Maße zu einer verbesserten Verschmelzung dieser beiden Welten bei. Der Kundennutzen von online abrufbaren, lokalen Produktverfügbarkeiten ist jedoch nicht abzustreiten und bietet einen großen Anreiz für die Konversion im tatsächlichen Ladengeschäft.