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Mobile Ladegeschwindigkeit verbessern: Für mehr Google Ads Performance!

Wer kennt es nicht:  Ein langsamer Website-Aufbau zerrt an den Nerven und ist in Zeiten der immer schneller werdenden Netzverbindungen, gerade im mobilen Bereich, eigentlich ein No-Go. Lange Ladezeiten und ein langsamer Seitenaufbau bedeuten aber nicht nur Ärger für den User – sie führen auch dazu, dass Internetznutzer die Website schneller verlassen, Käufe abbrechen und gerade Onlinehändlern und Dienstleistern damit wertvolle Leads und Umsätze verloren gehen. In diesem Beitrag erklären wir dir alles Wichtige, was du zur mobilen Ladegeschwindigkeit wissen musst und zeigen, wie du erfolgreich deine Websitegeschwindigkeit verbessern kannst.

Wieso ist die Ladegeschwindigkeit so wichtig?

Im Vergleich zur Desktop-Ladegeschwindigkeit wird die Performance einer Website vor allem bei Smartphones sichtbar. Denn erst bei einer schlechten Internetverbindung wird deutlich, wie schnell eine Website wirklich läd. Stabile WLAN-Verbindungen und der Pufferspeicher im Cache täuschen schnell eine deutlich bessere Ladezeit vor, als es über eine mobile Internetverbindung wirklich der Fall ist. In Metropolen und in dicht besiedelten Gebieten ist das mobile Netz meistens gut ausgebaut. Allerdings gibt es eben auch einige Regionen, bei denen die Netzabdeckung mangelhaft ist – vor allem in den ländlichen Gebieten:

Lückenhafte Netzabdeckung im 3G, 4G und 5G Netz im Gebiet um Berlin
(Quelle: Telekom, Stand: Oktober 2020)

Welche Auswirkungen hat die mobile Ladegeschwindigkeit?

Absprungrate:
Wenn sich eine Webseite beim ersten Seitenaufruf nur langsam aufbaut und die Hauptseite sowie die Unter- oder Produktseiten lange Ladezeiten haben, führt dies zu erhöhten Absprungraten. Eine Studie von Google zeigt: Läd eine Shop-Seite länger als 1 Sekunde, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass Nutzer abspringen, exponentiell an. Schon bei 3 Sekunden Ladezeit steigt die sogenannte “Bounce Rate” um mehr als ein Drittel. 

Conversion-Rate:
Je schneller die Ladezeit ist, desto mehr Seiten können aufgerufen werden. Den Nutzern fällt es leichter, ihre gewünschten Informationen zu erhalten, ein Produkt zu finden oder Preise zu vergleichen. Dies ist entscheidend für den Kaufprozess und schlägt sich für Dienstleister und Händler entsprechend in der Conversion-Rate nieder. Amazon etwa konnte mit einer Verbesserung der Ladezeit von nur 0,1 Sekunden seine Conversionrate um 1% steigern.

Google Ads:
Kommen Nutzer über Google Ads auf die Website eines Händlers, spielt die Ladezeit hinsichtlich des Qualitätsfaktors eine besondere Rolle: Schnelle Ladezeiten können den Qualitätsfaktor verbessern. Der Faktor entscheidet unter anderem mit darüber, wie hoch die Preise für einen Klick auf die Anzeige sind. Die Seitenladezeit und das Nutzerverhalten können im Google Ads Konto unter „Nutzererfahrung mit der Landingpage“ eingesehen werden. Der Qualitätsfaktor wird auf der Keyword-Ebene über die Option „Spalten anpassen“ angezeigt.

Websitegeschwindigkeit messen & Potenziale entdecken

Mit dem Google-Tool TestMySite kannst du in deine durchschnittliche mobile Ladezeit im 3G und 4G Netz testen. Neben der aktuellen Ladegeschwindigkeit im jeweiligen Netz, erhältst du auch Einblicke in deine monatlichen Ladegeschwindigkeiten, und bekommst Empfehlungen wie du deine Seitengeschwindigkeit verbessern kannst. Alle Infos des praktischen Allround Tool, erhältst du ganz einfach, indem du deine Domain in den Suchschlitz eingibst.

Auswertung der mobilen Ladegeschwindigkeit im 4G Netz für die Website nike.com (Stand: Oktober 2020)

Tipps für eine schnellere mobile Ladezeit

Bilder optimieren

Bilder machen 63% der Datenmenge einer durchschnittlichen Webseite aus und entsprechend groß kann hier der Nutzen einer Optimierung sein.

Große Bilder komprimieren

Mobile Webseiten enthalten oft große Bilddateien, welche die Ladezeit verlängern ohne eine höhere Bildqualität zu bieten. Diese Bilder können komprimiert werden sodass die Ladezeit geringer wird. Unsere Empfehlung: Header-Bilder oder große Bildformate sollten eine Dateigröße von maximal 100 KB pro Bild haben. Bei kleineren Bildern reichen 5 bis 25 KB aus. Oft kann auch die Farbtiefe oder Auflösung deutlich verringert werden.

Bestimmte Bilder auf Mobilgeräten nicht anzeigen lassen

Responsive Seiten “verstecken” häufig bestimmte Inhalte, die im mobilen Bereich zu viel Platz verschwenden würden. Diese Bilder kannst du für mobile Geräte blockieren. Prüfe über die Entwickler-Konsole im Chrome-Browser, ob in der mobilen Ansicht Bilder im Code geladen werden, die nicht zu sehen sind und blockiere sie für mobile Geräte.

Werden „above the fold“ Bilder priorisiert?

Prüfe ob deine Website Bilder besitzt, die im oberen Bereich sichtbar sind, ohne dass du scrollen musst (above the fold) und stelle sicher, dass sie vor den anderen Bildern geladen werden. Ansonsten kann es passieren, dass Bilder im nicht sichtbaren Bereich bereits geladen sind, während der Nutzer z.B. noch kein Header-Bild angezeigt bekommt.

Bild-Duplikate

Manchmal werden für responsive Seiten die Desktop, Tablet und mobile Version eines Bildes erstellt. Hier sollte geprüft werden, obwohl in diesen Fällen nur das verwendete Bild geladen wird und nicht alle parallel. Dies ist ebenfalls einfach über die Entwickler-Konsole einsehbar.

Server-Antwortzeit verringern

Je weniger Anfragen zwischen Endgerät und Server ausgetauscht werden müssen, desto schneller ist die Ladegeschwindigkeit.

Ressourcen kombinieren (JS, CSS, kleine Bilder)

Für jede Ressource auf der Website wird eine separate Anfrage an den Server gesendet. Hier kannst du ähnliche Daten zusammenfassen um die Anzahl der Anfragen zu reduzieren. Kleine Bilder (unter 10 KB) können beispielsweise zu einem Sprite oder zu einer Webfront zusammengefasst werden.

Weiterleitungen von der Zielseite vermeiden

Für jede Weiterleitung wird ebenfalls eine weitere Anfrage an den Server gesendet und dadurch erhöht sich die Ladezeit der sichtbaren Inhalte. Daher sollten interne wie auch externe Verlinkungen passen und keine Kette von Weiterleitungen enthalten.

Browser-Caching nutzen

Ressourcen können vom Browser auf das Gerät des Nutzers gespeichert werden, sodass sie beim erneuten Aufrufen der Webseite nicht noch einmal geladen werden müssen. Das macht zwar die Ladezeit beim allerersten Aufruf nicht besser, allerdings spart man bei jedem weiteren Aufruf der Seite Zeit.

Den JS- und CSS-Code reduzieren

Durch das Ausdünnen von JS- und CSS-Codes lässt sich die Ladezeit merklich verkürzen. Zum Beispiel können Leerräume im Code entfernt und lange Namen verkürzt werden.

JS- und CSS-Code komprimieren

Mit Hilfe des kostenlosen Kompressionsprogrammes “GZIP” können der JavaScript- und der CSS-Code um 70-80% verringert werden. Dafür sendet der Server eine komprimierte Datei an den Browser, der diese dann entpackt. Hier gibt es zum Beispiel entsprechende Plugins für WordPress.

JavaScript erst nach dem sichtbaren Bereich laden

Wenn möglich, sollte JavaScript erst nach dem sichtbaren Inhalt wie Bildern geladen werden.

Deaktivierung von benutzerdefinierten Schriften für Smartphones

50% aller mobilen Seiten verwenden benutzerdefinierte Schriftarten. Diese sind häufig nicht notwendig und bieten weniger Mehrwert als eine schnellere Ladezeit.

Lazy Loading

Lazy Loading sorgt dafür, dass Bilder nur dann geladen werden, wenn sie durch Scrollen in den sichtbaren Bereich des Users gelangen werden. Das ist vor allem bei Webseiten mit vielen Bilder/ Produkten wichtig, die beispielsweise auf einer langen Übersichtsseite angezeigt werden. Dadurch verringert man die HTTP-Anfragen und beschleunigt die Gesamtladezeit der mobilen Seite.

Zusammenfassung

Die Ladezeit der Webseite, vor allem im mobilen Bereich, hat einen großen Einfluss auf das Nutzerverhalten und damit auf die Conversion-Rate. Entsprechend groß können die Auswirkungen auf Marketing-Kanäle wie Google Ads sein. Vor allem bei starken Mitbewerbern, die performantere Seiten haben, kann dieser Faktor eine entscheidende Rolle spielen. Mit einer schnelleren Webseite und damit einem besseren Qualitätsfaktor, haben es Mitbewerber einfacher, mit gleichen oder niedrigeren Kosten einen besseren Anzeigenrang bei Google Ads zu erreichen.

Die oben genannten Tipps für die Optimierung der mobilen Ladegeschwindigkeit aus den Bereichen Bilder, Serverantwortzeit, JS – und CSS sowie Lazy Loading können teilweise recht einfach umgesetzt werden und so schnell zu ersten Verbesserungen führen.