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AdWords News 03/18 – neues AMP Stories-Format & Co.

In dieser News-Ausgabe finden Sie eine kurze Zusammenstellung der aktuellsten Themen:

Neues AMP Stories-Format | Google-Richtlinien für Ticket Reseller | neue Ansicht für “Nutzer suchen auch nach” | AdWords Express startet Benachrichtigungen für Anrufe | Bing Ads Updates 2018 | Google Shopping „weitere Anbieter“ | Werbeblocker für Chrome Browser | AdWords Textanzeigen mit Trennstrich | Mehr Seiten zu Mobile First | Änderungen in der Google Attribution | Tools für Mobile Scorecard & Impact Calculator | Löschung von inaktiven AdWords Accounts | mehr Werbeaufrufe werden geblockt | Neue Metriken für Message Extension

1 . Google steigt mit dem neuen AMP Stories-Format in den mobilen “Story Craze” ein

Google veröffentlichte vor kurzem “AMP Stories”, ein visuell reichhaltiges Content-Format, welches Verlagen neue Storytelling-Optionen für das mobile Web bietet. Es soll auch auf dem Desktop funktionieren. Man könnte vermuten, dass dies ein Versuch ist, Snapchat oder Instagram Stories zu kopieren. Verlage meinen bisher dazu, dass sie AMP Stories als willkommenes und vielseitiges Format betrachten, um Inhalte auf neue Art und Weise im mobilen Web zu präsentieren.

Abb. 1: Neues AMP Format, Bildquelle: www.searchengineland.com

2. Neue Google-Richtlinien für Ticket Reseller

Werden große Events wie Fußball-Finalspiele oder Abschiedskonzerte bekannt gegeben, kaufen (dubiose) Händler haufenweise Karten um diese zu überteuerten Preisen illegal wiederverkaufen zu können. Google will diesem unseriösen Geschäft mit neuen Richtlinien nun Einhalt gebieten.

Um von Google zertifiziert zu werden, müssen Wiederverkäufer folgende Voraussetzungen erfüllen:

  • Sie müssen klar als Wiederverkäufer gekennzeichnet sein.
  • Es muss in den oberen 20 % der Startseite und aller Zielseiten klar ersichtlich sein, dass sie als Zweitanbieter der Tickets und nicht als Erstanbieter agieren.
  • Ebenfalls muss aus den oberen 20 % der Startseite und aller Zielseiten hervorgehen, dass Ticketpreise höher sein können als die des Primäranbieters.
  • Bevor Kunden Zahlungsinformationen eingeben, müssen der Preis und alle anfallenden Steuern und Gebühren ausgewiesen werden.
  • Ab März 2018 müssen Wiederverkäufer zusätzlich zu dem Preis der Tickets auch den Nennbetrag in derselben Währung angeben.

Primäranbieter von Tickets benötigen für die Werbung mit AdWords aber nach wie vor keine Zertifizierung.

3. Google startet ein neues Erscheinungsbild für “Nutzer suchen auch nach”-Suchverbesserungen

Google hat ein neues Erscheinungsbild für das Suchfeld “Personen, die auch nach Suchergebnissen suchen” eingeführt. Google zeigt dies als eine Box unter einem organischen Ergebnis an, mit dem Text “Personen suchen auch nach”.

Abb. 2: Neue Ansicht “Nutzer suchen auch nach”, Bildquelle: www.searchengineland.com

4. AdWords Express startet Benachrichtigungen für Anrufe von Suchanzeigen

Werbetreibende können jetzt Anrufe bewerten und über verpasste Anrufe informiert werden.

Wenn nun über eine Suchanzeige ein empfangener Anruf beendet wird, erhält der Werbetreibende eine Benachrichtigung auf seinem Telefon, um eine Rückmeldung über die Relevanz des Anrufs zu erhalten. Die Rückmeldung erscheint als einfache Frage, die mit “Ja”, “Nein” oder “Nicht sicher” beantwortet werden kann. Das Feedback wird an Google übermittelt, um das Targeting zu verbessern und im Laufe der Zeit qualitativ hochwertige Anrufe zu erhalten.

Diese Funktion kann aktiviert werden, indem Sie die AdWords Express-App aufrufen und in den Einstellungen für Konto-Updates wählen.

5. Bing Ads Updates 2018

Neue Gebotsstrategien

Neben dem schon vorhanden eCPC wird es nun auch den Ziel-CPA geben. Ebenfalls neu ist die Strategie „Conversions maximieren“. Beide sind in der Funktionalität analog zu Googles AdWords Gebotsstrategien.

In-Market Audiences

Für das Zielgruppen Targeting in der Suche (RLSA) stellt Microsoft nun kaufbereite Nutzergruppen zur Verfügung. Diese können als Gebotsfaktor (Bid only) oder Anzeigeneinblendung ausschließlich für die Zielgruppen genutzt werden.

Google Merchant Center Import

Eine neue Beta ermöglicht den Import von Shopping Daten aus dem Google Merchant Center direkt zum Bing Ads Merchant Center.

Custom Audiences

Bing Ads führt seine Version von Customer Match ein. Dabei interagiert das System CRM-Tools, aus denen die Custom Audiences importiert werden können.

6. Google Shopping „weitere Anbieter“

Google muss seit dem letztem Jahr für weitere Preisvergleiche eine Lösung anbieten und zudem eine Strafe wegen Wettbewerbsverstößen in Milliardenhöhe zahlen. Seitdem werden bei Google Shopping auch Werbeplätze Preisvergleiche von Drittanbietern integriert. Aktuell gibt es dafür auch einen Anzeigentest/Änderung dieser Kennzeichnung. Sucht man beispielweise nach Toastern (https://www.google.de/search?q=toaster ) werden weitere Preisvergleicher nach Scrollen des Anzeigenkarussells nur noch ganz rechts am Rand gefunden. In den anderen Shopping-Anzeigen aus dem Karussell war immer Google der Anbieter, erkennbar am Label „Von Google“.

Abb. 3: Google Shopping „weitere Anbieter“, Bildquelle: www.adseed.com

7. Google aktiviert den Werbeblocker für Chrome Browser

Am 15.02.2018 schaltete Google den Chrome Ad Filter frei. Dieser filtert sogenannte „Bad Ads“ wie automatische Werbeanzeigen und Pop-Ups. Zwölf Werbeformen wurden insgesamt als inakzeptabel deklariert. Bei entdeckten „Bad Ads“ auf der Website wird der Webmaster von Google über die Entdeckung informiert, woraufhin diese binnen 30 Tage entfernt werden müssen.

8. AdWords Textanzeigen in Search mit neuem Trennstrich

Google hat als neuesten Anzeigentest den „-“ Bindestrich als Trennung zwischen Überschrift 1 und Überschrift 2 durch die Pipe „|“ ersetzt. Dadurch sehen viele Anzeigen nicht mehr so passend aus wie vorher.

9. Mehr Seiten zu mobile First

Google plant in naher Zukunft weitere Websites in den Mobile First Index aufzunehmen. Der Mobile First Index ist ein Versuch von Google, das Web zu betrachten und aus der Perspektive von Mobile First zu indexieren und zu ordnen. Das bedeutet, dass Google, wenn Sie eine mobile Version Ihrer Website haben, statt die Desktop-Version zu indizieren, zuerst die mobile Version der Website indiziert.

10. Änderungen in der Google Attribution

Nutzen Sie noch Last-Click? Der Algorithmus der Google Attribution ist mittlerweile so weiterentwickelt, dass Conversions intelligenter auf den Conversionpfad aufgeteilt werden können.

Mit Neuerungen gehen aber auch Abschiede einher und diesmal trifft es das gute alte Last-Click Attributionsmodell. Wann genau dies der Fall sein wird, ist noch nicht bekannt, aber noch in diesem Jahr soll der Schlussstrich gezogen werden. Aktuell ist Last-Click noch standardmäßig eingestellt.

11. Google veröffentlicht Tools für Mobile Scorecard & Impact Calculator

Ein Tool zeigt, wie sich eine Website auf Mobilgeräten gegen die Konkurrenz durchsetzt. Das andere Ziel ist es, die Auswirkungen der mobilen Geschwindigkeit auf das Endergebnis zu erreichen. Die Mobile Scorecard erfasst die Chrome User Experience Report-Daten, um die Geschwindigkeit mehrerer Websites auf Mobilgeräten zu vergleichen. Der Conversion Impact Calculator basiert auf Daten aus dem Bericht über den Status des Online-Einzelhandelsperformances vom April 2017, aus dem hervorgeht, dass jede Sekunde der Verzögerung beim Laden der Seite auf einer Einzelhandels-Website die Conversions um bis zu 20 Prozent beeinträchtigen kann. Der Rechner zeigt, wie eine Änderung der Seitenauslastung den Umsatz nach oben oder unten treiben kann, nachdem Werbetreibende ihre durchschnittlichen monatlichen Besucher, den durchschnittlichen Bestellwert und die Conversion-Rate eingegeben haben.

12. Löschung von inaktiven AdWords Accounts

Das Beseitigen von Datenmüll liegt zurzeit im Trend. Sowohl Twitter löschte mehr als drei Millionen (Fake-)Accounts, als auch Google kündigte an, inaktive AdWords-Konten nach 15 Monaten zu löschen. Laut Google ist ein Konto inaktiv, wenn etwas mehr als ein Jahr kein Geld ausgegeben wird. Getreu dem Motto „if you don’t use it you lose it“ werden alle Accounts beseitigt. Die Konten werden aber nicht komplett beseitigt, denn man hat die Möglichkeit, gelöschte Konten zu reaktivieren. Allerdings sind alle historischen Daten hinüber. Die AdWords Oberfläche und API sollen durch diese Maßnahme schneller gemacht werden, indem sie von nutzlosen Daten befreit werden. Wer noch inaktive Accounts besitzt und die historischen Daten nicht verlieren möchte, hat noch bis zum 26. März Zeit, die Daten herunterzuladen.

13. Immer mehr Werbeaufrufe werden geblockt

Laut heise.de wurden im letzten Quartal fast 25% aller Werbeaufrufe geblockt. Heise.de beruft sich auf den aktuellen Report des Online-Vermarkterkreis (OVK). Demnach stieg die Blocker Quote im Jahresvergleich um mehr als sieben Prozentpunkte. Hoffnung besteht mit dem neuen Adblocker für den Google Chrome Browser. Der eigens vom Unternehmen entwickelte Filter soll die Verbreitung von Bad-Ads vermindern. Diese Werbeanzeigen sind besonders störend und werden als nervig wahrgenommen. Was wiederum zur Folge haben könnte, dass sich Nutzer deutlich weniger gezwungen sehen, einen Adblocker zu installieren.

14. Neue Metriken für Message Extension

Innerhalb der nächsten Wochen wird Google Berichte zu der SMS-Funktion in den Google Anzeigen bereitstellen. Diese erlaubt Usern direkt von der Anzeige aus einen SMS-Chat mit dem Websitebetreiber zu starten und wird berechnet wie ein Klick. Hierzu muss in den Einstellungen die Berichterstattung angestellt werden, damit folgendes erfasst wird:

  • Die Chatrate, also die Impressions im Verhältnis zu den tatsächlichen SMS
  • Die Zeit, also wann die User am häufigsten via SMS in Kontakt treten
  • Die Anzahl der SMS pro Chatsitzung

Außerdem wird die Vorwahl von Google in der angezeigten Telefonnummer wenn möglich dieselbe wie die im Ort des Websitebetreibers sein, im Zweifel eine 800-Nummer. Es hat sich herausgestellt, dass lokale Vorwahlen den kostenfreien Nummern vorgezogen werden. Inwiefern Bots integriert werden können, wurde bis jetzt noch nicht bekannt gegeben, wird aber vor allem für Anbieter mit viel Traffic oder für Standardanfragen interessant werden.