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9 Tipps für Online Händler zum Black Friday

Was in den USA längst ein großer Hit ist, schwappt über den großen Teich zu uns nach Deutschland. So auch der Black Friday. Der Black Friday fällt jedes Jahr auf den vierten Freitag im November. Da in den USA an jedem vierten Donnerstag Thanks Giving gefeiert wird, gilt der Black Friday als traditioneller Start in ein verlängertes Familienwochenende und läutet die Weihnachtssaison ein. In den USA hat der Black Friday eine sehr große Bedeutung im stationären Einzelhandel. Viele große Handelsketten öffnen bereits früh um 5:00 Uhr ihre Tore und locken mit Sonderangeboten, Rabatten und Werbegeschenken. Hierzulande hat sich der Black Friday vor allem im Onlinehandel etabliert. In diesem Beitrag möchte ich Ihnen daher 9 Tipps geben, wie sich jetzt schon optimal auf einen der konsumgetriebensten Tage im Jahr vorbereiten können.

1. Starten Sie so früh wie möglich mit den Vorbereitungen

Planen Sie Ihre Aktionen sorgfältig und früh. Nutzer beginnen bereits Mitte Oktober mit den Recherchen. Ab Anfang November steigt das Suchvolumen deutlich.

Bereiten Sie daher die Aktion bereits im September vor.  Sie sollten sich auf jeden Fall schon entschieden haben welche Aktion Sie fahren möchten. Im besten Fall sollten bereits eine Landingpage und Bannermaterial erstellt sein.

Abb. 1: Suchvolumen an Black Friday

2. Stellen Sie sicher, dass Ihre Webseite dem Ansturm gewachsen ist

Sie sollten auf jeden Fall sicherstellen, dass Ihre Webseite große Nutzerzahlen aushält. Lange Seitenladezeiten sollten nach Möglichkeit vermieden werden. Außerdem sollten Sie dafür sorgen, genügend Personal zur Verfügung zu haben um Bestellungen schnell verpacken und verschicken zu können. Bereiten Sie sich außerdem auf den Fall der Fälle vor: Was ist, wenn Ihre Webseite offline geht? Haben Sie einen Entwickler, den Sie schnell erreichen können? Was ist, wenn Ihre Versandpartner nicht mehr mit dem Versenden hinterherkommen?

Außerdem sollten Sie auch prüfen, ob alle Artikel in Ihrem Merchant Center freigegeben sind und keine Anzeigen im Google Ads Konto abgelehnt sind. Nur so können Sie sicherstellen, dass die Nutzer Sie in der wichtigen Phase überhaupt finden.

3. Planen Sie Ihre Aktionen und fangen Sie frühzeitig an diese zu bewerben

Am ehesten empfiehlt es sich, alle Aktionen genau zu planen. Falls Sie beispielsweise an jedem Tag der Woche eine andere Aktion planen, halten Sie diese in einem Plan fest und bereiten Sie Landingpages, Textanzeigen, Angebotserweiterungen, Merchant Promotions und Bannersets vor.

Sie können auch schon auf themenverwandte Keywords bieten, um Nutzer die bereits im Vorfeld nach Black Friday Aktionen suchen aufzufangen. Planen Sie z.B. eine Aktion für Hemden, können Sie bereits im Vorfeld auf das Keyword „Black Friday Hemden“ bieten und in der Anzeige einen Countdown bis zum Start der Aktion einblenden.

All das kann auch im Ads Konto automatisiert live geschaltet und pausiert werden.

Stellen Sie sicher, dass der Nutzer die Aktion im Shop sieht. Weisen Sie den Nutzer mit Homepage, Kategorie Seite und Artikelseiten auf das Angebot hin.

Bereiten Sie sich auch auf den Fall vor, dass ein Wettbewerber ein wesentlich besseres Angebot hat als Sie. Sie sollten sich immer einen Plan B in der Hinterhand behalten.

4. Orientieren Sie sich am Wettbewerb

Um Ideen für Ihre Black Friday Aktionen zu finden, empfiehlt sich die Orientierung an Ihren Wettbewerbern. Dadurch stellen Sie sicher, dass Sie mit Ihren Angeboten nicht übers Ziel hinausschießen und natürlich, dass Sie nicht deutlich unter den Angeboten Ihrer Wettbewerber liegen.

Das einfachste ist, wenn Sie sich für die Newsletter Ihrer Wettbewerber anmelden um die Aktionen zu monitoren. Falls Sie nicht in den E-Mail Verteilern eingetragen sind, sollten Sie als weitere Methode die Social Media Kanäle der Wettbewerber prüfen. So können Sie auch Aktionen aus der Vergangenheit gut nachvollziehen.

Außerdem lohnt es sich immer einen Blick in die Wayback Machine auf https://archive.org/web/ zu werfen. Hier werden Screenshots von Webseiten gesammelt. So können Sie auch Aktionen, welche nicht auf Social-Media-Kanälen oder in Newslettern beworben wurden, gut nachvollziehen.

Abb. 2: Amazon am Black Friday 2017, Quelle: archive.org

5. Keep it simple

Gerade für Google Ads gilt: Verwirren Sie den Nutzer nicht zu stark! Je komplizierter eine Aktion ist, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass der Nutzer wieder abspringt.

Auch das Bewerben von komplizierten Angeboten ist nicht einfach. Stellen Sie sich vor, dass man eine Aktion in einer 30 Zeichen Headline und einer 90 Zeichen Description Line erklären können muss und der Leser dennoch genau weiß, worum es geht.

Halten Sie Ihre Landingpages einfach. Es reicht völlig aus einen Heroshot und eine kurze Erklärung der Aktion zu erstellen.

Abb. 3: Beispiel für eine gelungene Aktions-Landingpage, Quelle: fressnapf.de

6. Stellen Sie genügend Budget zur Verfügung

Bitte bedenken Sie, dass während der heißen Phase im November und Dezember die Kosten pro Klick ansteigen können. Gleichzeitig steigt das Suchvolumen deutlich an.

Stellen Sie daher sicher, dass Ihre Kampagnen nicht auf eingeschränktem Budget laufen. Falls dies der Fall ist, kann es passieren, dass die Nutzer in den Abendstunden Ihre Anzeigen nicht mehr ausgespielt bekommen und Sie die wichtigste Phase des Tages verpassen.

7. Nutzen Sie Remarketing

In der Black Friday Vorbereitung kann Remarketing eine sehr wichtige Rolle spielen.

Die eigentliche Vorbereitung hierfür beginnt aber schon ein Jahr vorher. Erstellen Sie Listen um Nutzer zu sammeln die in der Black Friday und Weihnachtszeit bei Ihnen eingekauft haben. Diese Nutzer können Sie ein Jahr später in der Suche mit höheren Geboten oder speziellen Anzeigentexten abholen. Außerdem können Sie gezielt Remarketing Banner im Displaynetzwerk ausspielen um diese Nutzer wieder abzuholen.

Das gilt auch für Ihre anderen Remarketing-Listen wie zum Beispiel „Frühere Käufer“ oder „Warenkorbabbrecher“. Generell lässt sich sagen: Je genauer ich meine Remarketing-Listen aufteile, desto gezielter kann ich mittels Gebotsaussteuerung meine wirklich wichtigen Zielgruppen erreichen.

8. Nutzen Sie Countdowns in Anzeigen

Es gibt in Google Ads viele Wege um auf Ihre Black Friday Aktionen aufmerksam zu machen. Um Nutzern den Start der Aktion anzuzeigen sollten Sie Countdowns in Ihre Anzeigen einbinden.

Außerdem sind Countdowns in Anzeigen hilfreich um das Ende der Aktion anzukündigen. Dadurch entsteht schon vor dem Klick ein zeitlicher Druck und der Nutzer wird dazu angehalten den Kauf so schnell wie möglich abzuschließen. Den Countdown sollten Sie auch auf der Webseite einblenden um dem Nutzer unmissverständlich klar zu machen, dass es sich um ein zeitlich begrenztes und sehr seltenes Angebot handelt.

9. „Black Friday“ ist in Deutschland eine geschützte Wortmarke

Beachten Sie, dass Sie nicht einfach das Wort „Black Friday“ in Ihren Textanzeigen verwenden dürfen. Leider ist der Begriff „Black Friday“ seit 2013 beim Deutschen Patent- und Markenamt rechtlich geschützt. Um das Wort zu verwenden muss man sich vom Markeninhaber die Nutzung lizensieren lassen. Dieser Prozess ist aufwendig und zeitraubend. Viele Händler weichen daher auf Wortschöpfungen wie „Black Week“, „Red Friday“ (MediaMarkt), „Blue Weekend“ etc. aus. Diese können dann in den Anzeigentexten und Landingpages verwendet werden.

Abschließend möchte Ich Ihnen noch ein Paar Tipps an die Hand geben, was Sie in Google Ads alles anlegen können um am Black Friday perfekt aufgestellt zu sein.

  • An die Aktion angepasste Textanzeigen. Bewerben Sie die Aktion in Ihren Textanzeigen. Ich empfehle Ihnen hierfür die Textzeile 2 und die Description zu nutzen. So haben Sie genügend Platz um die Art der Aktion, den Gutscheincode und das Enddatum unterzubringen. Gleichzeitig haben Sie noch Platz für die relevanten Keywords in der Headline 1 und den Paths. Natürlich können Sie auch die neu eingeführte Headline 3 und Description Line 2 für weitere Informationen nutzen.

Abb. 4: Beispiel für eine Aktionsanzeige

  • Nutzen Sie die Angebotserweiterung. Diese können Sie im Ads Konto unter Anzeigen und Erweiterungen >> Erweiterungen anlegen.
  • Nutzen Sie Sitelinks. Hinterlegen Sie Sitelinks in den relevanten Kampagnen und vor allem in Ihrer Brand Kampagne.
  • Nutzen Sie Remarketing Banner. Für die Remarketing Kampagnen sollten Sie ein spezielles Aktions-Bannerset anlegen.
  • Nutzen Sie Merchant Promotions. Um Ihre Aktion auch in Shopping sichtbar zu machen, sollten Sie die Merchant Promotion im Merchant Center anlegen. Dieses Feature muss allerdings zunächst im Merchant Center freigeschaltet werden. Das kann einige Zeit dauern, aktivieren Sie dieses Feature daher rechtzeitig.

Nun wünsche ich Ihnen eine gute Vorbereitung und gute Geschäfte.

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Marcel Schwitalla

Veröffentlicht von Marcel Schwitalla

Alle unsere Mitarbeiter sind GoogleAds-Spezialisten und setzen sich täglich mit viel Engagement für unsere Kunden und ihre Ziele ein. Dieser Beitrag wurde von Marcel verfasst. Für seine Kunden übernimmt er jeden Tag den Aufbau der GoogleAds-Konten und das gesamte Kampagnen Management. Als Mitglied der Set-Up-Arbeitsgruppe setzt er sich darüber hinaus immer mit den neusten Tools und Technologien für den optimalen Kampagnenaufbau auseinander.

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